Traiskirchnerin gestaltet gebrauchte Möbel neu. Manuela Schiroky macht aus Kommoden und Schränken mit Farbe & Kreativität neue Blickfänge.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 18. September 2020 (03:23)
Aus einer ehemaligen Singer-Nähmaschine hat Manuela Schiroky diese Kommode gezaubert. Auch der Spiegel stammt aus ihrem Atelier.
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„Ich war als Kind schon kreativ“, sagt Manuela Schiroky in ihrem zum Atelier umfunktioniertem Keller. Unübersehbar leuchtet dem Betrachter eine in verschiedenen Rosaschattierungen gestaltete Kommode entgegen, der klare Beweis dafür, dass sich Schiroky auch über knallige Farben traut.

Doch es sind nicht nur die Farben, die unattraktiven braunen Möbeln neuen Glanz verleihen. „Ich arbeite auch mit Ornamenten, speziellen Folien und vielen Techniken mehr“, erzählt die Künstlerin, die als gelernte Reisebüroassistentin eigentlich in die Sparte Lebens- und Sozialberatung wechseln wollte. Doch das Ergebnis ihres Hobbies, aus alten Möbeln neue zu machen, begeisterte ihre Freunde und Bekannten so, dass sie noch mehr ausprobierte und Kurse sowie Workshops belegte.

„Das hat mir dann so viel Spaß gemacht, dass ich mir gedacht habe, O.K., dann ist das doch meine Schiene“, erzählt Schiroky. Durch Mundpropaganda und ihre Facebook-Seite meldeten sich rasch Kunden bei ihr. Mittlerweile hat sie spezielle Mineralfarben entdeckt, mit denen es noch mehr Spaß macht, zu arbeiten.

Malen mit Farben ohne Giftstoffe

„Die Farben sind absolut unbedenklich, mir ist es wichtig, im Sinne der Nachhaltigkeit zu arbeiten“, betont Schiroky, die auch selber Workshops hält. Sie gestaltet auch Outdoor-Möbel, die dann entsprechend lackiert werden.

Wenn sie sich daran macht, ein Möbelstück aufzumöbeln, „dann halte ich kurz Zwiesprache mit dem Möbelstück. Erst dann kommen mir die Ideen und ich weiß, wie das Möbelstück umgewandelt wird“, erzählt Schiroky. Stilvorbilder findet sie vor allem in England, sie ist eine großere Bewunderin von Laura Ashley und deren floralen Motiven.

Der sogenannte „Shabby-Chic“ ist genau das, was ihr persönlich sehr gut gefällt. Bedarf etwa ein Sessel auch einer neuen Polsterung, dann arbeitet sie mit „einer in meiner Straße nur wenige Meter weiter wohnenden Kollegin zusammen, die es versteht, Sessel und Sitzbänke neu zu polstern“.

Schiroky ist auch immer auf der Jagd nach Möbelstücken, denen sie neues Leben einhauchen kann. „Ich freue mich oft über Stücke, die ich ergattern kann, auch wenn das sonst niemand versteht“, schmunzelt Schiroky.