Aus Baden verschwundener Bub beim Vater auf Kanalinsel

Erstellt am 10. Oktober 2013 | 12:14
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Polizeiauto Polizei Einsatz Notfall Feuerwehr Rettung
Foto: NOEN, Erwin Wodicka (Erwin Wodicka)
Der im Zuge eines Obsorgestreits von seinem eigenen Vater am Montag aus Baden "entführte" Vierjährige soll sich auf Sark Island, einer Insel im Ärmelkanal, befinden, berichteten Medien am Donnerstag.
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Der Millionär sei mit dem Buben in seiner dortigen Anwaltskanzlei aufgetaucht. Laut der Tageszeitung stehe eine Entscheidung des Gerichts in Guernsey bevor. Seitens der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt gebe es dazu keinerlei Angaben, sagte Sprecher Erich Habitzl.

Ein Ermittlungsverfahren in der Causa sei anhängig, so Habitzl. Man prüfe die internationale Zuständigkeit in der Obsorgefrage.

Rechtsanwaltskanzlei bestätigte

Eine Bestätigung kam von der Wiener Rechtsanwaltskanzlei Schönhart. Der Bub sei wohlauf, der Vater noch in der Nacht von der Polizei befragt worden, hieß es. Die Verhandlung in Guernsey dürfte am Montag stattfinden, die - nervlich schwer belastete - Mutter werde demnächst hinfliegen.

Medien sprachen von einem "kniffeligen" Fall, in den mehrere Länder involviert seien. Das Advokatenehepaar lebe getrennt, die - zu ihren Eltern nach Baden gezogene - Mutter (41) sei in Österreich geboren, der Vierjährige habe auch die deutsche sowie die britische Staatsbürgerschaft.

Der Vater stamme von einer Insel im Ärmelkanal mit eigenem Recht und hat nach Angaben der Kanzlei auch die deutsche Staatsbürgerschaft.

Der 43-Jährige war am Montag nach Baden gekommen und ging mit seinem Buben zu einem Spielplatz in einem Park. Während der die beiden begleitende Großvater eine Toilette aufgesucht habe, habe sich der Mann mit dem Kind abgesetzt.

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