Traditionsheuriger in Nöstach schließt für immer. Mostheurigen Karner in Nöstach gibt bekannt, nicht wie alle anderen am 19. Mai nach dem Lockdown wieder aufzusperren.

Von Elfi Holzinger. Erstellt am 21. Mai 2021 (04:03)

Mit viel Fleiß und Mühe bauten Erika und Ferdinand Karner ihren gleichnamigen Mostheurigen in Nöstach (Gemeinde Altenmarkt) auf. Vom einstigen kleinen Kuchlheurigen bis zum bestens besuchten und geführten Großheurigen war es oft ein steiniger und harter Weg, den die Familie gemeinsam meisterte.

Der Mostheurige neben dem Erlebnisweg zum Peilstein wurde ein beliebter Ausflugsort und die Gäste kamen von weit und breit. Um so betroffener reagierten zahlreiche Karner-Fans auf die Facebook-Nachricht, dass der Betrieb nun nach dem Lockdown bis auf Weiteres nicht mehr öffnen wird.

Wörtlich gab man auf Facebook und auch auf der Homepage bekannt: „Durch die fast 7-monatige Schließung waren unsere Mitarbeiter gezwungen, sich einen neuen Job zu suchen um ihre finanziellen Unkosten bewältigen zu können, da manche mit dem AMS-Geld nicht ausgekommen wären. Andere wollen arbeiten und haben sich für einen familienfreundlicheren Job entschlossen.“ Ein Wieder-Aufsperren unter den vorgegebenen Maßnahmen fordere noch mehr Personal „und je mehr Personal, umso mehr Kosten“, heißt es weiter.

Und: „Daher wird der Mostheurige Karner Abschied nehmen und sagt nach 30 Jahren ‚Danke an all unsere treuen Gäste“!“ Die Schließung dieses bekannten Mostheurigens hinterlässt eine große Lücke auf dem Gastgewerbesektor im Triestingtal. Seitens der Betreiberfamilie wollte man sich gegenüber der NÖN nicht weiter zum angekündigten Aus des Traditionslokals äußern. Auch ÖVP-Bürgermeister Josef Balber gab bis Redaktionsschluss keine Stellungnahme zum Ende des Mostheurigen ab.