Baden: Chaos im Einklang mit der Ordnung

Erstellt am 17. Mai 2022 | 05:18
Lesezeit: 3 Min
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Handschlag Vater und Sohn: Christopher Lane freut sich über die Bilder seines Vaters Leslie Leonard Lane in seiner Galerie in der Breyerstraße.
Foto: Nadja Tröstl
Leslie L. Lanes Werke sind derzeit bis 30. Juni in der Galerie Breyer ausgestellt.
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„Ich möchte das Chaos mit der Ordnung in Einklang bringen und auch vermitteln, dass die Welt mir Spaß macht. Ganz besonders das Erwachen der Natur im Frühling sowie die Kunst und Kultur im Allgemeinen“, sagt Leslie Leonard Lane zu seinem kreativen Schaffen. Das spiegelt sich auch in seinen Bildern wieder, die derzeit in der Galerie Breyer zu sehen sind.

Die minimalistischen und sehr ausdrucksstarken Bilder, die seit 2002 in Serien entstehen, stellen auch abstrakte Horizonte in allen Farben dar. Der britische Designer und bildende Künstler mit internationaler Reputation lebt in Kärnten, hat jedoch einen starken Bezug zu Baden. Nicht nur familiär, denn sein Sohn Christopher Lane ist als Galerist und Architekt in Baden tätig, sondern er hegt auch eine Bewunderung für Baden als Stadt der Kunst und Kultur.

„Wir leben in einem wunderschönen Land, in dem es im Vergleich zu anderen Ländern sehr ruhig ist und in dem wenig Tragisches passiert.“ In seinen Bildern wird auch ein klarer Blick auf Design deutlich. Lane studierte am „Central Saint Martins College of Art and Design“ Metallurgie und Design. Für Philips arbeitete er als Designer in Mailand, Klagenfurt und Eindhoven in Holland. Im Rahmen seiner Tätigkeit in der renommierten Firma „Hirsch Armbänder“ entwarf er das Logo und die bekannte Logoschließe in den 1970er-Jahren und machte sich anschließend zunächst in Klagenfurt mit einem Büro für Industriedesign und Gebrauchsgrafik selbstständig. Ein zweites Büro in Wien folgte.

Einfluss der Mathematik in der Kunst

Und auch die Mathematik hat einen Einfluss auf seine Arbeit und sein Denken. „Ohne Mathematik sind die Welt und auch mein kreatives Schaffen sozusagen ein ‚Gatsch‘. Jedoch nur die Mathematik per se ist steril“, bereichert Lane.

Die aktuellen Bilder, die bis 30. Juni in der Galerie Breyer zu sehen sind, erinnern durch ihre Farbgebungen an Wasser- und Himmelsbilder, auch andere Farben wie ein starkes Rot, Gelb und Orange bringen die minimalistischen Werke zum Leuchten. Die Eigenwilligkeit des Künstlers wird in den klaren Linien und der starken Farben deutlich. „Ich mache, was ich will und das, was ich mache, gefällt mir. Auch wenn dies anders wäre, wäre ich nach wie vor nicht zuständig für die Gedanken anderer.“

Zu seinen bekanntesten Designs zählen die in den späten 1970er-Jahren entworfene und heute noch produzierte Substral-2-Liter-Flasche sowie die hängende Straßenbeleuchtung von Austria Email Licht- und Umwelttechnik AELUT in einigen österreichischen Städten.

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