Malerischer Dialog zwischen Nina und Sigi Maron. Heute Donnerstag wird um 19.30 Uhr die Ausstellung „Maron / Maron – Talking about a revolution“ in der Alten Schlosserei in Möllersdorf, Wolfstrasse 18, 2514 Traiskirchen feierlich eröffnet.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 31. August 2017 (11:26)
Stadtgemeinde Traiskirchen

Die Ausstellung spannt einen malerischen Dialog mit den Werken von Nina Maron und ihrem Vater, Sigi Maron.

„Diese Ausstellung hat eine ganz spezielle Bedeutung für mich“, erzählt SPÖ-Bürgermeister Andreas Babler. „Sigi Maron war ein unermüdlicher Kämpfer, voller Aufrichtigkeit, Scharfsinn und Humor. Und er war mein Freund. Genauso wie seine Tochter Nina Maron. In ihrer Kunst findet sich dieselbe Radikalität und Beharrlichkeit wieder wie bei Sigi Maron.“

Sigi Maron (*1944 – 2016) war Inbegriff und Galionsfigur der österreichischen Polit-Singer/Songwriter-Szene. Unermüdlich, systemkritisch, bissig und streitbar, ein überzeugter Atheist und Kommunist. Politische und sozialkritische Themen standen im Mittelpunkt seiner Lieder. In seinen letzten Lebensmonaten hat sich der Liedermacher der Malerei als einer für ihn gänzlich neuen Kunstform zugewandt. Wollte er ursprünglich seine Tochter beim Grundieren der Bilder unterstützen, fand er so viel Gefallen an der Tätigkeit, dass er begann seine eigenen Bilder zu malen. 

Nina Maron (*1973) hat von 1993 bis 1998 an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien bei Prof. Adolf Frohner studiert. Bereits seit 1993 ist sie als freischaffende Künstlerin tätig. Ihre Arbeiten waren bei zahlreichen Einzelausstellungen und Gruppenausstellungen in Berlin, Peking, Paris, Mailand, Zürich und Wien zu sehen und sie wurde mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet.

Die Kulturwissenschaftlerin Evelyn Schalk schreibt über die Arbeiten von Nina Maron: „Nina Maron gibt sich nicht mit schnellen Blicken und dekorativ auf die Leinwand geworfenen Eindrücken zufrieden. Wenn sie sich mit einem Thema beschäftigt, dann tut sie das gründlich - so lange, bis es für sie ‚abgefrühstückt‘ ist. Diese intensive Auseinandersetzung fordert sie auch von ihrem Publikum, denn ohne das Konzept, die Geschichte, geht es bei Maron nicht. Ihre Bilder entwickeln sich in Serien. Ja, Nina Maron malt Bilderserien, arbeitet sich ab und Perspektiven auf - und lässt auch ihr Bilderpublikum am Entstehungsprozess teilhaben, lässt es, zumindest partiell, hinter die Kulissen ihres Arbeits- und Denkprozesses schauen.“

Bei der Ausstellungseröffnung wird es auch ein kleines Konzert von Sigi Marons Weggefährten Fritz Nussböck geben. Außerdem wird das Titelbild der Ausstellung versteigert, der Erlös kommt dem „guten Laden“, dem Sozialmarkt in Traiskirchen, zugute.