Corso statt Spaziergang am Samstag im Bezirk Baden. Corona-Maßnahmengegner ziehen diesmal nicht durch die Badener Innenstadt, sondern fahren am Samstag mit ihren Autos eine behördlich bewilligte Route.

Von Judith Jandrinitsch. Update am 02. April 2021 (11:41)
Symbolbild
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Am Freitag, 15. Jänner fand der erste "Demo-Spaziergang" durch die Badener Innenstadt statt. Organisiert wurden dieser und ein weiterer Spaziergang von dem Berndorfer Markus Hafner, der auch für den Auto-Corso am 3. April verantwortlich zeichnet. Auch diese Veranstaltung richtet sich gegen die von der Bundesregierung beschlossenen Coronamaßnahmen.

Bezirkspolizeikommandant Hannes Jantschy berichtet: "Die Route wurde angemeldet und von der Bezirkshauptmannschaft Baden genehmigt. Diese Strecke wird nonstop abgefahren: Leobersdorf – auf B18 nach Berndorf – B212 nach Bad Vöslau – Baden Pfaffstätten - auf der B17 nach Traiskirchen – Günselsdorf – zurück nach Leobersdorf." Die Polizei werde selbstverständlich darauf achten, dass diese Route auch eingehalten wird.

Gestartet wird um 13 Uhr in Leobersdorf, Autofahrerinnen und Autofahrer, die auf diesen Straßen am Samstagnachmittag abseits des Corsos unterwegs seien, müssten sich eventuell mit Geduld wappnen. Auch der Autocorso fällt in die Rubrik Versammlungsfreiheit, auch wenn sich diese diesmal per Auto vollzieht.

Die erste Innenstadt-Demo in Baden hatte 15 Anzeigen zur Folge. Es war gegen die Covid-Bestimmungen verstoßen worden, das Nichttragen des Mund-Nasen-Schutzes sei der Grund gewesen, sagte Chefinspektor Johann Baumschlager von der Landespolizeidirektion Niederösterreich. Damals kam es auch zu 27 Identitätsfeststellungen, darunter waren auch einige Personen, die in Zusammenhang mit einer Straftat vom 13. Jänner am Bahnhof in Baden standen.