Babler pocht weiter auf Entlastung des Lagers Traiskirchen

Erstellt am 21. Juni 2015 | 11:13
Lesezeit: 2 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Zelte für Flüchtlinge in Traiskirchen
Foto: NOEN, APA
Der Bürgermeister der Flüchtlingslager-Gemeinde Traiskirchen, Andreas Babler (SPÖ), bricht angesichts des jüngsten Vorschlags von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) einer Bezirkquote zur Unterbringung der Asylwerber nicht in Jubel aus.
Werbung
Bevor man über "schöne Konzepte" redet, solle man sich lieber um den "Schandfleck" des massiv überfüllten Erstaufnahmezentrums kümmern, forderte Babler am Sonntag.

Solange das Lager in Traiskirchen nicht auf rund 400 Personen reduziert werde, sei kein Lösungsvorschlag akzeptabel, betonte Babler. In den nächsten Stunden und Tagen müsste man rund 2.000 Menschen in vernünftigen Quartieren unterbringen, aber dazu habe er vom Bundeskanzler und von der Innenministerin "noch nichts gehört", klagte Babler.

Babler fordert Gesetz "mit Hand und Fuß"

Zur vorgeschlagenen Bezirksquote gab Babler zu bedenken, dass dies derzeit auf Länderebene auch nicht funktioniere: Es bräuchte ein Gesetz "mit Hand und Fuß", denn Vereinbarungen würden jetzt schon "permanent gebrochen". Außerdem handle es sich beim Konzept des Kanzlers wieder nur um Grundversorgungsplätze, die Erstaufnahme sei völlig ausgeklammert.

Am Mittwoch wird die Regierungsspitze ihre Ideen mit den Landeshauptleuten besprechen, schon am Montag trifft man sich mit Hilfsorganisationen. Caritas-Präsident Michael Landau reagierte im Vorfeld in "Kurier" und "Krone" grundsätzlich positiv auf Faymanns Vorschlag. Die faire Verteilung der Flüchtlinge über die Bezirke könnte "ein großer Schritt in die richtige Richtung" sein. Ergänzend verlangte Landau ein Sonderbudget für Länder und Gemeinden, die Flüchtlinge aufnehmen.

Werbung