Brunnen statt Geschenke. Kaplan Gabriel hatte in wenigen Jahren das Herz der Gainfarner Kirchgänger erobert – jetzt kehrt er nach Sambia zurück.

Erstellt am 29. Juni 2018 (05:32)
Kaplan Gabriel verabschiedet sich am 4. Juli nach Sambia.  Foto: privat
zVg

Seit dem 1. November 2014 war Kaplan Gabriel Mapulanga aus Sambia zur Unterstützung von Pfarrer Stephan Holpfer in den Pfarren Bad Vöslau und Gainfarn tätig. Jetzt hat er sein Doktoratsstudium in Wien beendet und mit Auszeichnung bestanden. Zum Abschied gab es ein Fest für den Kaplan, bei dem auch der Gainfarner Männergesangsverein seine Stimmen erhob und Bürgermeister Christoph Prinz (Liste Flammer) sich von Mapulanga verabschiedete.

„Ich habe mich von Anfang an hier willkommen gefühlt und wurde von allen herzlich aufgenommen“

Gabriel, der von seinem Bischof in Sambia nach Bad Vöslau entsandt wurde: „Ich habe mich von Anfang an hier willkommen gefühlt und wurde von allen herzlich aufgenommen“, zeigt sich der Kaplan wehmütig „aber ich freue mich auf meine neuen Aufgaben in Sambia“, blickt er auch nach vorne. Statt Geschenke zum Abschied („Die passen ohnehin nicht in das Flugzeug“) wünschte er sich Hilfe für ein Projekt in seiner Heimat Sambia.

So hat der scheidende Kaplan Geld für einen Brunnen gesammelt: „Im Gegensatz zu hier haben wir in Afrika immer wieder Probleme mit der Wasserversorgung. Ein Brunnen bedeutet bei 6 Monaten der Trockenheit, dass wir unser eigenen Gemüse anpflanzen können und nicht mehr 5 Kilometer bis zum nächsten Fluss gehen müssen“, erläutert er seinen Wunsch.

Seit seiner Gainfarner „Premiere“ zu Allerheiligen sind mehr als drei Jahre vergangen, sein Nachfolger ist bereits seit Dezember in Amt und Würden: Kaplan Michelin Petit-Frere, bisher Aushlifskaplan der Pfarre Lichtental, wird in beiden Pfarren mitarbeiten sowie in Wien sein Masterstudium in Theologie absolvieren. Er stammt aus Haiti und ist schon einige Jahre in der Diözese tätig.