Debatte um Grundkauf. Stadt kauft über 11.000 m2 großes Areal zwischen A2 und ASK-Platz um über 130.000 Euro. Für Opposition viel zu teuer.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 04. Oktober 2016 (05:30)
NOEN, privat
Bürgermeister Christoph Prinz (Liste Flammer).

Wie berichtet, ist die Stadt seit Jahren bemüht, Grundstücke westlich der A2 beim und in der Nähe das ASK-Parkplatzes zu erwerben. Die Gründe sind im Eigentum der Asfinag und liegen im Gemeindegebiet von Kottingbrunn. Mit den Stimmen der Liste Flammer wurden nun die 11.256 m2 um 130.968 Euro angekauft.

8.100 m2 davon sind landwirtschaftliche Fläche (15 Euro pro m2) und 3.156 m2 Wald (3 Euro pro m2). Im Falle einer Umwidmung für Wohnbau oder gewerbliche Bebauung muss die Gemeinde den Kaufpreis auf 100 Euro pro m2 nachbessern. Bürgermeister Christoph Prinz (Liste Flammer) hält den Preis für gerechtfertigt. „Ich glaube, dass dieses Grundstück eine potenzielle Entwicklungsmöglichkeit ist“. Er könne sich eine Hundeauslaufzone vorstellen, einen Platz für Zirkuszelte oder Camping oder eine Erweiterung des ASK-Parkplatzes.

Kritik von der gesamten Opposition

Grünen-Chefin Eva Mückstein: „Wir werden nicht zustimmen, der Preis erscheint uns zu teuer.“ Sie verweist darauf, dass es sich eine belastete Gegend handle. „Da rauschen 120.000 Autos vorbei, man versteht sein eigenes Wort nicht“. FPÖ-Stadtrat Franz Sommer: „Das ist eine G’stettn und man kann damit überhaupt nichts machen!“ Das Grundstück sei viel mehr wert. Auch FPÖ-Gemeinderat Peter Gerstner ist skeptisch: „Für eine Hundezone sind 15 Euro pro m2 etwas viel.“ Und er fragt sich: „Für die alte Schmiede haben wir kein Geld gehabt?“ Es sei fragwürdig, „ob wir das Grundstück brauchen“.

Ähnlich argumentiert ÖVP-Gemeinderätin Maria Bendl: „Der Preis ist viel zu hoch. Ich erinnere an die Debatte, als 4.000 Euro Wirtschaftsförderung abgelehnt wurden. Wo ist hier das Augenmaß?“ SPÖ-Gemeinderat Georg Herzog bezweifelt, ob die Asfinag viele Interessenten dafür hat.
Stadtchef Prinz bleibt dabei: „Ich glaube, das ist eine einmalige Chance. Als Stadtgemeine muss man da ja sagen.“