Gefährliche Liebschaften im Schwimmenden Salon

Diabolische Spiele dank Maria Happel und Michael Maertens im Schwimmenden Salon.

Erstellt am 16. Juli 2021 | 04:06
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Die Holzkästchen des Thermalbades als Hintergrund: Michael Maertens und Maria Happel.
Foto: Katharina Schiffl, Katharina Schiffl

Kürzlich erst begingen Maria Happel und Michael Maertens ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum. Der Liebe zueinander hat die Länge ihrer Beziehung nicht geschadet.

„Wir kennen uns in- und auswendig“, so Maria Happel, „und haben einander schon durch die schwierigsten Inszenierungen getragen.“ Maertens schwärmt: „Wenn es einen Publikumsliebling in diesem Land gibt, dann ist das Maria.“

Intrigen, Liebe & Leidenschaft

Als intrigante Marquise und notorischer Verführer Valmont in Choderlos de Laclos Briefroman „Gefährliche Liebschaften“ „sind die beiden natürlich mit ihrer Spiel-Libido ein Volltreffer“, freute sich Intendantin Angelika Hager über den fulminanten Auftritt am Freitag, 9. Juli, im schwimmenden Salon.

Da Maertens gerade mit seinen Kindern Wilma und Peter (sie heißen Hörbiger nach Mutter Mavie) in der „Künstlerkabane“ im Föhrenwald des Thermalbades Vöslau Urlaub machte, wurden die Kinder mit ihrem Freund Johannes kurzerhand in das Schauspiel integriert: „Die beste Beschäftigungstherapie, wir haben das stundenlang geprobt.“

Das stundenlange Proben hat sich ausgezahlt: Der schwimmende Salon war ausverkauft, im Publikum auch gesichtet: Birgit Aichinger, Vöslauer Geschäftsführerin. Nach dem Ausflug in die Abgründe des Rokoko wurde noch in der „Kabane 21“ eine gelungene Vorstellung gefeiert. Roland Koch, langjähriger Burg-Kollege der beiden, war mit dem Rad aus Wien angereist, um zu gratulieren.

Happel musste bald weiter, dreht sie doch in der Regie von Doris Dörrie einen neuen Kinofilm in München. Und auch Michael Maertens wird demnächst „in meiner ersten Film-Hauptrolle“ neben Til Schweiger vor der Kamera stehen: „Eine Buddy-Komödie, in der es um Freundschaft, Krebs und das Leben angesichts des Todes geht.“