Heftige Kritik an Betriebsgebiet

Erstellt am 29. September 2014 | 08:20
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Rathaus
Foto: NOEN, Erwin Wodicka
Grüne kritisieren Aufschließung und wollen vielmehr Naherholungsbereich bei Remise.
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In der Gemeinderatssitzung am Mittwoch wurde der „Masterplan Nord“ beschlossen, der die Basis für die weitere, schrittweise Erschließung von neuen Betriebsgründen für die Ansiedelung von Unternehmen bilden soll.

Als nächster Schritt sollen jene Teilbereiche, welche an bestehende Betriebsgebiets-Widmungen angrenzen, vorerst als „Bauland-Betriebsgebiets-Aufschließungszone“ gewidmet werden. Für rege Diskussionen sorgte dieser Beschluss, setzen sich doch die Grünen dafür ein, dass dieses Betriebsgebiet nicht umgesetzt werden soll.

„Haben diesen Masterplan über Jahre erarbeitet“

„Durch das neue Betriebsgebiet wird das Gleichgewicht der Natur nachhaltig gestört“, kritisiert Ernst Tiefengraber, von grüner Seite aus wolle man dort die Schaffung eines Grün- und Naherholungsbereichs. „Natürlich wissen wir, dass die Remise und kleinere Flächen nicht verbaut werden“, sagt die Grüne Nationalrätin Eva Mückstein, aber es sei doch klar, dass diese Grüngebiete „veröden“, wenn rundherum Betriebe angesiedelt werden.

„Auch die Grundwassersituation wird auf lange Sicht betroffen sein“, befürchtet Mückstein. Die FPÖ schlägt in eine ähnliche Kerbe: Vorerst solle das Gebiet östlich der Autobahn fertig geplant und mit Betrieben bestückt werden.

„Wir haben diesen Masterplan über Jahre erarbeitet“, entgegnet Stadtchef Christoph Prinz (Liste Flammer), „immer alle Fraktionen eingebunden, alle Umweltbedenken mit Expertisen untersuchen lassen“, daher wären die heiklen Flächen aus dem Masterplan ausgeschlossen worden. Außerdem solle das Ganze ein „mögliches Entwicklungsszenario“ für die nächsten 50 bis 70 Jahre bilden, so Prinz.
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