Känguru lacht von Schutzhausfassade. Zwei Schüler aus der „Graphischen“ verwirklichten Kunstprojekt beim Zugang zum Gehege am Harzberg Bad Vöslau.

Von Roland Weber. Erstellt am 27. Juni 2020 (05:22)
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Jonathan Gamperl (l.) und Elias Nouira (r.) gestalteten das Graffiti am Harzberg-Schutzhaus. Pächter Wolfgang Zamazal (Mitte) ist begeistert.
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Insgesamt fast zwanzig Stunden haben Elias Nouira und Jonathan Gamperl vergangene Woche an ihrem riesigen Wand-Graffiti beim Schutzhaus am Harzberg gearbeitet.

Seit Freitag am Abend kann man das Kunstwerk der beiden 17-jährigen Schüler der „Graphischen“, die den Zweig Grafik und Kommunikationsdesign absolvieren, an der Hausfassade beim Zugang zum Känguru-Gehege bewundern. „Die Atmosphäre vor dem Schutzhaus ist einzigartig und wir wurden von Wolfgang die ganze Zeit über super betreut und versorgt“, freut sich Jonathan Gamperl.

Die Idee für das Graffiti reifte in den letzten Monaten. „Ich wollte für die leere Fassade ein cooles Wandbild und es sollte natürlich einen Känguru-Bezug haben“, erklärt Pächter Wolfgang Zamazal. Es folgte der Aufruf via Facebook. So wurden die beiden jungen Sprayer darauf aufmerksam. Sie zeichneten zunächst Entwürfe und präsentierten diese vergangene Woche.

Zamazal war begeistert und so wurde das Projekt in die Tat umgesetzt. „Für uns war es eine Herausforderung, die Vorstellungen von Wolfgang umzusetzen und gleichzeitig unsere eigene Kreativität einfließen zu lassen. Es ist gelungen und hat uns sehr viel Spaß gemacht“, sagen Elias und Jonathan im Gespräch.

Insgesamt wurden 40 Spraydosen verwendet

Vor allem die Kombination aus realistischem Känguru – untypisch für Sprayer – und dem Graffiti-Schriftzug stellte eine besondere Herausforderung dar. Der Materialverbrauch war enorm, insgesamt wurden rund 40 Spraydosen verarbeitet. Wolfgang Zamazal ist vom Ergebnis begeistert. „Ich habe nicht gedacht, dass das so viel Aufwand ist. Die beiden haben das wirklich toll hinbekommen und das Graffiti ist ein echter Blickfang“, lobt Zamazal.

Schon während das Gemälde entstanden ist, kamen zahlreiche Besucher. „Vor allem waren auch viele Kinder von unserer Spray-Aktion begeistert“, erläutert Elisas Nouira. Die beiden haben auch schon Folgeaufträge an Land gezogen, und freuen sich auf weitere Projekte.