Parkdeck-Pläne vorerst auf Eis gelegt

Die Entscheidung zum Baustart der notwendigen Stellflächen wurde im Gemeinderat vertagt.

Erstellt am 17. Dezember 2019 | 05:38
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Die Errichtung des Parkhauses an der Grenze zum Schlosspark fand keine Zustimmung im Gemeinderat. Nun will man Alternativen suchen.
Foto: zVg

Am Ende waren sich dann doch fast alle einig, dass das von der Liste Flammer beworbene Parkdeck an der Edgar Penzig Franz-Straße am Eisschützenplatz nicht noch vor der Gemeinderatswahl durchgewunken und mit dem Bau begonnen wird. Das Ergebnis ist, dass der Antrag zurückgestellt wurde. Er soll im März neuerlich zur Abstimmung gelangen. Bis dahin will man einen Nachdenkprozess.

Vorangegangen war dieser Entscheidung eine lebhafte Diskussion. „Ich bin traurig, dass wir über das Parkhaus im Schlosspark sprechen und noch dazu in der letzten Gemeinderatssitzung. Bitte starten sie diese Trägerrakete nicht 45 Tage vor der Wahl“, forderte FPÖ-Stadtrat Franz Sommer eindringlich. Auch die Grüne Stadträtin Eva Mückstein forderte den Aufschub. „Ich kann dem Antrag aus vielen Gründen nicht zustimmen. Es gibt kein Gesamtkonzept für den Parkraum in der Innenstadt, andere Varianten wurden nicht geprüft, der Schlosspark soll nicht angetastet werden. Kurz vor der Gemeinderatswahl darf die scheidende Stadtregierung ein so unausgegorenes, riesiges Projekt nicht mehr beschließen.“

Parkdeck im Budget schon festgehalten

Die Gegner des Projektes kritisieren auch die geplante Höhe und befürchten eine Verbauung des Schlossparkes. Das Projekt ist im Voranschlag für 2020 mit 2,1 Millionen Euro veranschlagt. Die Generalplanung ist mit 117.420 Euro veranschlagt. Bürgermeister Christoph Prinz, Liste Flammer, verwies auf die dringende Notwendigkeit eines Parkhauses und erinnerte daran, dass die Verkehrsproblematik in Vöslau durch einen Aufschub keineswegs geringer werde.

„Wir werden irgendwann die Entscheidung treffen müssen, dieses Parkdeck zu bauen und es wird mit einem nicht getan sein“, erklärte Prinz. Stadtrat Harald Oissner (Liste Flammer) verwies auf das 125 Seiten starke Konzept, dass auch ein Bürgerbeteiligungsverfahren beinhalte und alle Fragen beantworte. Bis März will man andere Standorte (im Raum steht eine ehemalige Lagerhalle der Firma Vöslauer) prüfen. Der übrige Voranschlag wurde angenommen.

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