Radio SOL vor Aus. Trotz Aufruf von Geschäftsführer Gerhard Pellegrini, den Sender finanziell zu unterstützen, kämpft dieser um sein Überleben.

Von Christian Dusek. Erstellt am 26. März 2019 (04:02)
Wellenhofer
Senderchef Gerhard Pellegrini kämpft für Fortbestand von Radio SOL.Wellenhofer

Radio SOL-Geschäftsführer Gerhard Pellegrini startete in diesem Jahr einen Aufruf, um seinen Radiosender SOL, der einst aus einer Privatinitiative hervorgegangen war, zu unterstützen.

Das Ausbildungsradio hat seinen Sitz in Bad Vöslau und eine Reichweite von Wiener Neustadt bis Wiener Neudorf und weiter in die südlichen Wiener Bezirke. Ein Alleinstellungsmerkmal war, dass der Sender ohne Werbung zu schalten betrieben wurde und daher von alternativen Finanzierungsformen leben musste. Pellegrini erklärt: „Generell hatten wir Einnahmen durch die Lehrgänge, durch Veranstaltungen und durch die Produktion von Radiosendungen und Internetproduktionen.“

In den vergangenen Jahren sind jedoch die Unternehmer und Vereine, die sich über die Radio-Plattform präsentiert hatten, nicht mehr geworden.

Deshalb habe man begonnen, die Hörer einzuladen, einen Mitgliedsbeitrag zu entrichten, „keinen Pflichtbetrag, sondern freiwillig“, betont Pelligrini. Im Gegenzug konnten die Mitglieder mit Wertkarten bei Partnerbetrieben einkaufen oder auch Beiträge gestalten.

16.000 Euro fehlen um Senderfortführung zu sichern

30.000 Euro hätten auf dem Bankkonto des Senders landen müssen, um seinen Fortbetrieb abzusichern. Gereicht hat es nicht ganz, für eine Senderfortführung fehlen derzeit noch 16.000 Euro. Deshalb war Pellegrini bei seiner letzten Sendung am vergangenen Freitag on air den Tränen nahe.

„Wir haben wirklich abschalten müssen. Es war dann so, dass am letzten Freitag noch eine zugesagte Investition kurzfristig abgesagt wurde“, bedauert der Radiomann. Wie er sich den Rettungsplan für Radio SOL vorstellt, skizziert Pellegrini.

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