Rosa Jaskulski: Die Musikerin am Bahnsteig. Rosa Jaskulski (19) zählt seit zwei Jahren zu den Wiener „U-Bahn-Stars“ und sorgt an den dortigen Bahnsteigen für musikalische Unterhaltung. Nun ist sie in ihrer Heimat zu hören.

Von Philipp Grabner. Erstellt am 08. März 2020 (03:25)
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Rosa Jaskulski bei einem ihrer vielen Auftritte. Demnächst tritt die junge Künstlerin im „HOBiRaum“ in Bad Vöslau auf.
Bruno Pontes

Sind Sie schon mal in Wien U-Bahn gefahren? Und dabei vielleicht an den Stationen Praterstern oder Westbahnhof vorbeigekommen? Dann haben Sie sie vielleicht schon gehört: die 19-jährige Rosa Jaskulski, deren Künstlername sich auf ihren Vornamen beschränkt.

Die Bad Vöslauerin reiht sich in rund 90 Musiker ein, die nachmittags und abends in ausgewählten U-Bahnstationen ihr musikalisches Repertoire – von Rock über Klassik bis Austropop – zum Besten geben. Seit 2017 soll diese Initiative namens „U-Bahn-Stars“, die in New York und London schon lange etabliert ist, Fahrgästen den Tag mit Musikern und deren Darbietungen versüßen.

Rosa Jaskulsi ist mittlerweile seit zwei Jahren dabei, erklärt sie im NÖN-Gespräch. Begonnen hat die Sache mit der Musik erst vor einigen Jahren – mit 16, als sie eine Ukulele zum Geburtstag geschenkt bekam. „Ich habe einfach mal aus Spaß versucht, zu muszieren, mit 17 habe ich dann begonnen, selbst Lieder zu schreiben.“ Später wurde sie auf ein Casting der Wiener Linien aufmerksam, bewarb sich – und hatte Erfolg: „Vor meinem ersten Auftritt hatte ich überhaupt keine Erwartungen – war aber dann total froh, weil so viele Leute stehen geblieben sind, sehr nett zu mir gewesen sind.“ Seitdem spielt sie etwa zwei Mal die Woche in verschiedenen U-Bahn-Stationen. Da sei man manchmal durchaus auch unangenehmen Situationen ausgesetzt, meint die 19-Jährige: „Die positiven Ereignisse überwiegen aber – und ich habe auch schon sehr viel Zivilcourage erlebt.“

Songs mit viel Poesie, Humor und Gefühl

In ihren selbstgeschriebenen Songs punktet die Bad Vöslauerin vor allem mit poetischen Texten, mal humorvoll, oft zum Schmunzeln, aber auch ernst und nachdenklich. „Ich denke, man kann in meine Lieder sehr viel hineininterpretieren. Ich versuche einfach, aufzuschreiben, was mich beschäftigt“, erklärt die sympathische Musikerin. Aktuell noch Schülerin, will Rosa Jaskulski auch weiterhin Musik machen – in wenigen Wochen wartet schon ein besonderes Ereignis auf sie: Im „HOBiRaum“ in Bad Vöslau tritt sie gemeinsam mit Leonie Scheffner und Martin Kolber auf: „Das erste Mal in dieser Konstellation“, freut sie sich.

Los geht es am 20. März um 20 Uhr, Sitzplatzreservierungen sind unter 0676/9178460 möglich.