Schwimmender Salon: Eintauchen in die Pariser Welt

Erstellt am 17. Juli 2022 | 04:17
Lesezeit: 3 Min
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Harald Schmidt und Caroline Peters tauchten im „Schwimmenden Salon“ im Thermalbad Vöslau in das Paris des Skandalautors Frédéric Beigbeder, zur Freude von Festivalintendantin Angelika Hager.
Foto: Nadja Tröstl
Harald Schmidt und Caroline Peters begeisterten das Publikum.
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Der deutsche Late Night Show Moderator Harald Schmidt und die TV-Kommissarin sowie Burgtheater Ikone Caroline Peters haben auf Einladung der Journalistin und Intendantin des Schwimmenden Salons im Thermalbad Bad Vöslau eine Lesung der Sonderklasse gehalten.

Das Publikum blieb trotz Regen und Sturmböen dem kongenialen Duo treu. Eingetaucht wurde in einen französischen Roman des Skandalautors Frédéric Beigbeder, „Der Mann, der vor Lachen weinte“ . „Ich habe Spaß gehabt zu der Lesung zu kommen, weil ich anspruchsvolle Literatur schätze und privat gerne in Bad Vöslau schwimme. Kunst ist aber auch in diesem Kontext zu sehen, dass die Party wie in dem Roman mit all seinen Licht- und Schattenseiten vorbei ist“, sagt Caroline Peters, die schon drei Mal im Schwimmenden Salon gastiert hat. Harald Schmidt schlägt in dieselbe Kerbe. Fünf Mal war der deutsche Talkmaster in Bad Vöslau schon zu sehen. „Ich begeistere mich für die Thematik, dass die sozusagen fetten Jahre vorbei sind“, ergänzt er.

Ein paar Stunden ist der deutsche Talkmaster in Baden geblieben, bevor er mit seiner Familie in den Urlaub nach Sizilien abgereist ist. Begeistert ist er von den Konzerten im Kurpark. „Die Marschmusik bei den musikalischen Veranstaltungen im Park finde ich schmissig. Das erinnert mich an meine Sympathie zum Militär und im Konkreten zu den Flugzeugträgern. Der erste Mensch, der einen Flugzeugträger lenkte, war eine Frau“, erklärt Schmidt. Das Thema, das die beiden Berühmtheiten in der musikalisch begleiteten Lesung preisgaben, war die Dekadenz nach dem wirtschaftlichen Verfall eines Antihelden und Journalisten. Tagesaktuell auch im Hinblick vor dem Rücktritt des britischen Premierministers Boris Johnson.

Schmidt hatte übrigens kein kältegeeignetes Outfit dabei, so musste Festivalintendantin Angelika Hager von Kabane zu Kabane wandern, um Pullover und Jacken für ihren frierenden Star einzusammeln. „Herrlich“, freute sich Schmidt, „ich sitze auf der Bühne wie im Reinhold-Messner-Gedächtnislook.“ Caroline Peters blieb tapfer im Sommerkleid.

„Danke, lieber Theatergott“, freute sich Hager dann bei der Feier danach in der „Kabane 21“, „nachdem dieses Weltklasse-Duo die letzten Sätze gelesen hat, begann es zu regnen.“

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