Spektakuläre Übung für Rettungsdienst und Feuerwehr. Für eine gemeinsame Einsatzübung von Rettungsdienst und Feuerwehr wurde sogar ein Fahrzeug umgekippt.

Erstellt am 30. Mai 2018 (05:11)
Daniel Wirth
Gemeinsam stellten sich die Freiwillige Feuerwehr und der Rettungssdienst der herausfordernden Übung

Ein auf der Seite liegendes Fahrzeug, Rauch und der Geruch von verbranntem Gummi liegen in der Luft, Hilfeschreie durchdringen die Stille nach dem Unfall: So die ersten Eindrücke des Gruppenkommandanten des Rüstlöschfahrzeuges – zum Glück alles nur eine Übung der Bad Vöslauer Einsatzorganisationen.

Zwei PKW waren zusammengeprallt, daraufhin kippte eines der beiden Fahrzeuge zur Seite und blieb in dieser Lage liegen. Der Lenker und eine Fußgängerin wurden hier verletzt und eingeklemmt. Das zweite Fahrzeug touchierte nach dem Zusammenstoß ein Gebäude, hier waren zwei Personen eingeklemmt, aus dem Kofferraum war ein leichtes Zischen zu hören.

Große Übung für Bad Vöslauer Einsatzorganisationen

Einer der Gruppenkommandanten bemerkte das Zischen aus dem Unfallfahrzeug, schnell war klar: dieses Fahrzeug verfügt über einen Gasantrieb, der Flüssiggastank wurde durch den Aufprall beschädigt. Alle Feuerwehrfahrzeuge und auch die Rettungsmannschaften wurden vorsorglich zurückgezogen. Mit Hilfe der Rettungskarte konnte das Sicherungsventil ausfindig gemacht werden und die Gefahr für die Einsatzkräfte somit abgewendet werden. Die Menschenrettung konnte nun fortgesetzt werden.

Der in der Zwischenzeit eingetroffene Rettungsdienst des Roten Kreuzes Bad Vöslau verschaffte sich zunächst ebenso einen Überblick über die Lage. Zusammen mit dem Einsatzleiter Feuerwehr stimmte die Einsatzleiterin Rettungsdienst die weiteren Maßnahmen und Gefahrenbereiche ab.

Von den Sanitäterinnen konnte zuerst die Fußgängerin versorgt werden. Nach und nach wurden auch die beiden Personen aus dem zweiten Fahrzeug gerettet, versorgt und abtransportiert. Die Rettung des auf die Seite gekippten Fahrzeuglenkers gestaltete sich am schwierigsten, gemeinsam konnte aber auch er mit Hilfe eines Spineboards und der hydraulischen Rettungsgeräte befreit werden.

Volles Programm bei der Einsatzübung

Nach gut einer Stunde konnte diese aufwendige und umfangreiche Einsatzübung beendet werden. In einer gemeinsamen Nachbesprechung wurde die gesamte Übung durchbesprochen, auch Punkte wo noch Verbesserungsbedarf besteht wurden angesprochen und aufgearbeitet.