Wegen Raumordnungsprogramm: Liste Bad Vöslau gegründet. Ganze sieben Bürgerinitiativen aus Bad Vöslau schließen sich zusammen und gründen jetzt die „Liste Bad Vöslau – Vereinigte Bürgerinitiativen“.

Erstellt am 11. Dezember 2018 (04:04)
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Symbolbild

Initiative Florastraße, Initiative Franz Prendinger Straße, Initiative Goldeck, Initiative Hochstraße, Initiative Hügelgasse, Initiative Sellnergasse und Initiative Wiener Neustädter Straße: Nicht weniger als sieben Bürgerinitiativen schließen sich in Bad Vöslau zur „Liste Bad Vöslau – Vereinigte Bürgerinitiativen“ zusammen.

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Katarina Bachner, Sprecherin der neuen Liste: „Es geht nur um Bauträger-Interessen“. 

„Das neue örtliche Raumordnungsprogramm, das derzeit in Begutachtung ist, war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte“, erklärt Sprecherin Katarina Bachner. „Die Auflagefrist wurde postalisch bekanntgemacht, allerdings kam die Verständigung erst eine Woche nach Beginn der Begutachtungsfrist in den Haushalten an“.

Die Kritikpunkte am Raumordnungsprogramm: „Zubauten im Stadtzentrum, mehrgeschoßige Wohnbauten mitten in den Schutzzonen, weitere Grünlandvernichtung durch Ausweitung des Betriebsgebietes und in der Folge noch mehr Verkehrsprobleme in der ohnehin schwer verkehrsbelasteten Stadt“.

Liste: „Es geht nur um Bauträger-Interessen“

Es gebe keinerlei Interesse, Großbauvorhaben wie in der Hügelgasse, der Sellnergasse, der Franz Prendinger Straße durch neue Bebauungsbestimmungen einzubremsen und auf verträgliche Dimensionen zu beschränken. „Die Liste Flammer scheint nur noch die Interessen der Bauträger und Bauwerber im Sinn zu haben“, so die Liste Bad Vöslau in ihrer ersten Aussendung.

„Wir stehen solidarisch gegen die Bauwut, die Zerstörung unserer Lebensqualität und den ignoranten Umgang der Liste Flammer mit den Bürgern“, erklärt Sprecherin Bachner. Auf die Frage, ob es Pläne für einen Antritt bei den Gemeinderatswahlen 2020 gebe, winkt sie aber ab: „Für eine derartige Entscheidung ist es wohl noch zu früh – primär geht es darum, die Bad Vöslauer zu informieren und uns dafür einzusetzen, dass sich Bad Vöslau in den nächsten Jahren (weiter) zu einer lebenswerten Stadt entwickelt.“

Bürgermeister Christoph Prinz (Liste Flammer) kann die Aufregung nicht nachvollziehen: „Bereits im Vorfeld gab es zwei öffentliche Veranstaltungen zur neuen Raumordnung“. Auch im Stadtanzeiger, auf der Gemeindewebsite und auf der Amtstafel wurde informiert. In Sachen verspäteter Bürgerinfo winkt er ab: „Wann die Post die Briefe bringt, können wir nicht beeinflussen“. Die Verständigung erfolgte außerdem laut Grundbuchseintragung. Wenn es mehrere Grundstücke für eine Person gebe, könne es auch mehrere Verständigungen geben.

Bis 19. Dezember sind laut Prinz alle Pläne einsichtig, die Mitarbeiter am Bauamt stehen für Erklärungen zur Verfügung.

www.listebadvoeslau.at