Baden

Erstellt am 28. Februar 2017, 05:55

von Andreas Fussi

AK holte 25.000 Euro für KFZ-Mechaniker. Weil sein Chef plötzlich in Pension ging, hat sich Mechaniker an die Arbeiterkammer gewandt – mit Erfolg.

Symbolbild  |  Shutterstock, Twinsterphoto

Ein besonders krasser Fall erschüttert Badens Arbeiterkammer-Bezirksstellenleiterin Danja Wanner bei ihrer Jahresbilanz 2016. Es geht um einen KFZ-Mechaniker, der 22 Jahre lang in einem Betrieb im Bezirk Baden arbeitete. An einem Freitag teilte ihm sein Chef mit, dass dies sein letzter Arbeitstag sei, weil er – der Arbeitgeber – ab Montag in Pension sei.

Der verdutzte Mechaniker suchte sofort die AK-Bezirksstelle Baden auf. Wanner: „Der Arbeitgeber dachte, weil er in Pension geht, hätte er keine Kündigungsfrist einzuhalten.“ Zusätzlich war aber die Abfertigung fällig, ebenso Sonderzahlungen und die Urlaubsersatzleistung.

Kostenloser Rechtsschutz geleistet

Weil der Ex-Chef auf die Intervention nicht reagierte, leistete die AK Niederösterreich kostenlosen Rechtsschutz. Das Ergebnis ist erfreulich: Aufgrund einer fristwidrigen Dienstgeberkündigung bekam der Mechaniker 25.287 Euro zugesprochen.

Insgesamt forderte die AK Baden im Vorjahr für 441 Arbeitnehmer ausstehende Löhne ein. „Leider haben es einige Arbeitgeber auf eine gerichtliche Auseinandersetzung ankommen lassen“, bedauert Wanner.

Für die Arbeitnehmer des Bezirks konnten 445.529 Euro an Entgeltnachzahlungen erreicht werden. Weiters wurden 3.162.073 Euro für 500 Mitarbeiter aus 50 insolventen Betrieben gesichert, so Wanner.

Insgesamt wurden in Niederösterreich 41,6 Millionen Euro geholt. Das zeige für AK Niederösterreich-Vizepräsident Horst Pammer, wie wichtig der kostenlose Rechtsschutz der AK sei.