Great Spas Of Europe: Die Weichen sind gestellt. Baden möchte mit zehn anderen bedeutenden europäischen Kurstädten in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen werden. „Signing Ceremony“ in Paris.

Von Andreas Fussi. Update am 29. Januar 2019 (07:26)
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UNESCO
Am 22. Januar wurden die Antragsunterlagen offiziell von den UNESCO-Botschaftern der beteiligten Staaten und den elf Bürgermeistern in der Tschechischen Botschaft in Paris unterschrieben. 
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Das Nomination Dossier der Great Spas of Europe-Bewerbung um die Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste ist fertig. Ein großer Meilenstein für die ganze Bewerbergruppe. Seit 2014 haben die Städte intensiv an dem Antrag „Great Spas of Europe“ gearbeitet und ihn pünktlich fertiggestellt.

Badens VP-Bürgermeister Stefan Szirucsek freut sich über die Unterzeichnung des Antrags der elf Bewerberstädte in Paris: „Jetzt heißt es Daumendrücken für die Prüfung des Antrags durch das Welterbekomitee. Der UNESCO-Welterbetitel wäre eine herausragende Auszeichnung für Baden bei Wien und ein wichtiger Baustein, um die Stadt für die Herausforderungen der Zukunft fit zu machen.“ Insbesondere hebt Szirucsek den „enormen Imagegewinn“ hervor sowie einen „unschätzbaren touristischen Mehrwert“.

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Der von allen elf beteiligten Städten unterschriebene Antrag um Aufnahme in das Unesco-Weltkulturerbe.
NOEN

Zu den elf beteiligten Kurorten aus sieben Ländern zählen neben Baden in Österreich die deutschen Städte Baden-Baden, Bad Kissingen und Bad Ems, Karlsbad, Marienbad und Franzensbad in Tschechien, Spa in Belgien, Vichy in Frankreich, Montecatini Terme in Italien und Bath im Vereinigten Königreich. Sie alle verbindet ihre lange Tradition als europäische Kurstädte. Besonders im 19. Jahrhundert verfügten diese elf Städte über eine weltweite Ausstrahlung. „Sowohl für die moderne Medizin als auch für die Freizeit- und Tourismusindustrie setzte das dort entwickelte Kurwesen wichtige Impulse“, erklärt Hans Hornyik, der in Baden als VP-Kulturstadtrat die UNESCO-Agenden betreut.

An Baden werde deutlich, dass Kurstädte über ein typisches Erscheinungsbild verfügen: „Neben den zentralen Kurbauten für die Trink- und Badekur prägen sie Kur-, Villen- und Versorgungsviertel, zahlreiche Gärten und Parks, Denkmäler und Aussichtspunkte ebenso wie Pavillons und Cafés“, weiß Szirucsek.