Aufregung um Verunreinigung des Trinkwassers. Wegen Spuren einer fäkalen Kontamination musste Trinkwasser abgekocht werden. Jetzt alles wieder in Ordnung.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 26. Juni 2018 (04:40)
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Stefan Szirucsek und Michael Sturm schwören jetzt wieder aufs Badener Trinkwasser. 
Fussi

Badens Trinkwasser geriet vorige Woche österreichweit in die Schlagzeilen. Im Rahmen der monatlichen Trinkwasser-Kontrolluntersuchungen wurde an einer von fünf Messstellen – jener im Leopoldsbad – eine geringe Zahl an Enterokokken und Coliformen Bakterien nachgewiesen. Ein Hinweis auf eine fäkale Kontamination. Das Wasser entsprach somit nicht den mikrobiologischen Anforderungen.

Die Stadtverwaltung hat sofort reagiert und zahlreiche weitere Proben im Stadtgebiet entnehmen lassen, um Maßnahmen treffen zu können. Ein Krisenstab wurde gebildet. Ab Mittwoch waren Mitarbeiter unterwegs, um präventiv in möglich betroffenen Gebäuden zu informieren. Auch Fahrzeuge der Stadtpolizei und der Feuerwehren fuhren mit Durchsagen durch die Stadt. Als Vorsichtsmaßnahme blieben alle öffentlichen Trinkbrunnen im betroffenen Gebiet gesperrt. Als Sicherheitsmaßnahme wurde der Bevölkerung in weiten Teilen der Stadt empfohlen, das Trinkwasser drei Minuten lang abzukochen.

„Patienten mit geschwächter Immunabwehr und Kleinkinder sollten aus Sicherheitsgründen in Flaschen abgefülltes Wasser aus dem Handel beziehen“, erklärte Michael Sturm, der als allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger, der Stadtgemeinde in der Angelegenheit zur Seite stand.

Am Freitag konnte dann Entwarnung gegeben werden. Die Nachbeprobung an der betroffenen Stelle sowie an zusätzlichen Stellen ergab ein Analysenergebnis, das „durchgehend der Trinkwasserverordnung“ entsprach. „Es wurden keine Enterokokken und keine Coliformen Bakterien nachgewiesen“, so VP-Bürgermeister Stefan Szirucsek. „Das Wasser ist wieder uneingeschränkt verwendbar!“ Die Ursache für die fäkale Verunreinigung stand bis Redaktionsschluss nicht fest.

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