Baden

Erstellt am 28. Februar 2017, 05:21

von Andreas Fussi

Betreutes Wohnen in der ehemaligen Psychatrie. Der für die Psychiatrische Abteilung 2007 adaptierte Neubau der Wohnbaugenossenschaft Alpenland wird nun wie vorgesehen für Betreutes Wohnen rückgebaut.

Um dieses Gebäude in der Kanalgasse in Baden geht es.  |  Fussi

Mit der Übersiedlung der psychiatrischen Abteilung in das neu gebaute Badener Krankenhaus kann das bislang für diese Station genutzte Haus in unmittelbarer Nähe – gegenüber der Rotkreuz-Bezirksstelle – einer neuen Verwendung zugeführt werden.

Eigentümerin ist die Alpenland Wohnbaugenossenschaft. Die Grünen erinnern nun daran, dass das Gebäude ursprünglich als Betreutes Wohnen ausgelegt war und im Jahr 2007 nur durch Verzögerungen beim Spitalneubau als „kurzfristige Notlösung“ für die Psychiatrie adaptiert wurde.

Kosten abhängig von der Nachnutzungsform

Die Nutzung dauerte aber länger als vorgesehen, bis Ende 2016. Grünen-Chefin Helga Krismer appelliert nun: „Für Baden ist es von Interesse, wenn in diesem Gebäude endlich Betreutes Wohnen angeboten werden kann.“ Da diverse Gerüchte kursierten, brachte sie im Landtag eine Anfrage ein. In der Beantwortung erklärte VP-Landesrat Karl Wilfing, dass die Landeskliniken-Holding durchschnittlich 63.871 Euro (exklusive Umsatzsteuer) pro Monat für die Einmietung bezahlt habe. Wilfing: „Der Rückbau wird von Alpenland durchgeführt und die Kosten sind abhängig von der zukünftigen Nachnutzungsform des Gebäudes, welche derzeit noch nicht feststeht.“ Krismer drängt aber auf die Umsetzung: „Ich erwarte mir von Alpenland, dass sie das Areal verkaufen oder rasch einen kompetenten Anbieter von Betreutem Wohnen finden“.

Laut dem Obmann der Wohnbaugenossenschaft Alpenland, Norbert Steiner, sei man gerade mit der Ausarbeitung der Umbaupläne befasst. Diese müssten nach Ostern abgeschlossen sein, wodurch die ersten Bauarbeiten beginnen könnten. Es sei fix, dass das Gebäude für seinen ursprünglichen Zweck, Betreutes Wohnen, rückgebaut werde.

Die Umbauarbeiten sollten Anfang 2018 fertig sein, sodass das Haus dann im Frühjahr bezogen werden könne. Insgesamt sind in den oberen zwei Stockwerken 27 Wohnungen vorgesehen sowie im Erdgeschoß Platz für Ordinationen.