Baden bewirbt sich um Landesschau

Erstellt am 12. August 2013 | 00:00
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Tourismus /  „100 Jahre nach Ende der Monarchie“: Stadtchef Kurt Staska will Landesausstellung 2019 nach Baden holen.
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Von Wolfgang Wallner

„Brot und Wein“ lässt in Asparn und Poysdorf die Kassen klingeln. Mehr als Hunderttausend Gäste stürmten bislang die Landesausstellung 2013 im Weinviertel. Im Jahr 2015 ist das Mariazeller Land mit der „Eroberung der Alpen“ an der Reihe. Und 2019 die Stadt Baden? Die Kommune hat sich jedenfalls für die Landesschau beworben — mit dem Konzept „Hundert Jahre nach dem Ende der Monarchie“.

Nur einmal hat die NÖ-Landesausstellung in den vergangenen 60 Jahren im Bezirk Station gemacht: Von der „Magie der Industrie“, die 1989 Pottenstein und dem Triestingtal neue Impulse verleihen hätte sollen, blieb allerdings nicht viel über. In der Ausstellungslocation, der ehemaligen Tuchfabrik, ist heute die Straßenmeisterei untergebracht.

Warum‘s in Baden besser laufen könnte, erklärt Bürgermeister Kurt Staska (VP): „Unsere Stadt kann mit konkreten Bezügen zu dieser Thematik punkten.“ Vom Kaiserhaus über das Beethovenhaus bis hin zum Kaiser-Franz-Joseph-Museum gebe es mehr als genügend Anknüpfungspunkte. Und zudem stünde mit dem 42 Hektar großen Areal der Martinek-Kaserne eine „optimale Ausstellungsfläche“, so Staska zur Verfügung. „Das Gelände ist verkehrstechnisch bestens gelegen, bietet genug Platz und Parkflächen.“

Rund ein Fünftel der Ausstellungsgäste — so eine aktuelle Studie — besuchen auch andere Attraktionen in der Region. Gerade darum geht‘s auch Staska: „Unser wesentliches Interesse ist es, Wertschöpfung nach Baden zu holen und bestehende Sehenswürdigkeiten in die Schau einzubinden.“

Das Kostenrisiko sei überschaubar versichert Staska: „Eine Landesausstellung bringt enorme Wertschöpfung. Natürlich muss sich Baden für diese Gelegenheit herausputzen, den Löwenanteil der Kosten trägt aber das Land.“ Mit der Kulturabteilung gab‘s bereits Gespräche — für Baden wäre etwa auch eine Kooperation mit Wr. Neustadt „sehr interessant“.

Angetan von den Badener Ausstellungsplänen zeigt sich Stadtrat Jowi Trenner („wir badener“): „Alles, was zusätzliche Werbung, Besucher und Nächtigungen beschert, ist positiv.“

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