Bienenburg siegt bei Bürgerbudget. 3.000 entschieden: Seerosenteich mit Bienenburg ist das Wunschprojekt der Bevölkerung.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 09. Mai 2017 (05:00)
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Das Areal des Seerosenteichs mit der Bienenburg wird jetzt als Siegerprojekt neu gestaltet.
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Es war als Pilotprojekt gedacht und hat sich laut VP-Bürgermeister Stefan Szirucsek als Erfolg herausgestellt. Fast 3.000 Bürger haben sich an der Abstimmung im Rahmen des „Bürgerbudgets 2017“ beteiligt.

In den vergangenen Wochen hatte die Bevölkerung Gelegenheit, online oder mittels Stimmzettel über die Umsetzung dreier Projekte abzustimmen. Das Ergebnis ist eindeutig: 63 Prozent der Teilnehmer wollen die Sanierung des Seerosenteichs mit der Bienenburg im oberen Kurpark, 28 Prozent sprachen sich für die Neugestaltung der Pfarrgasse aus, nur 9 Prozent wünschen sich ein Straßenkunst-Festival. Für Szirucsek steht fest: „Die Badenerinnen und Badener haben dieses Angebot der Mitbestimmung in hohem Ausmaß angenommen. Wir werden daher weiter auf neue Modelle der Bürgerbeteiligung setzen.“

Beeindruckt zeigt sich auch Gemeinderat Helmut Hofer-Gruber (Neos), von dem die Initiative für das „Bürgerbudget“ ausging: „Das ist der beste Beweis, dass sich die Bevölkerung für Neues begeistern lässt.“ Man wolle weiter die Bürger einladen, „an politischen Entscheidungen mitzuarbeiten.“

Vorschläge für 2018 gesucht

Dies fließe nun in den Umsetzungsprozess des Siegerprojekts ein. Der nächste Schritt ist die Einladung der Bevölkerung zu einer Besichtigung des Areals „Seerosenteich mit Bienenburg“ samt Erläuterungen der geplanten Vorhaben. Daraufhin sollen detaillierte Pläne zur Sanierung und Neugestaltung des Areals als naturnahes Naherholungszentrum erarbeitet werden, die öffentlich präsentiert werden.

Das „Bürgerbudget“ soll es weiter geben, so Hofer-Gruber: „Wir werden uns jetzt mit möglichen Projekten für 2018 auseinandersetzen und laden auch die Bürger ein, Vorschläge zu machen.“ Ebenso soll sich der Gemeinderat mit künftigen Themen im Rahmen des Projekts stärker beschäftigen.

Auch auf anderem Gebiet trägt ein neues Modell der Bürgerbeteiligung Früchte: Im Rahmen des Projekts „Weiki-Mobil“ wurden an der Volkschule Weikersdorf umfassende Vorschläge für die Gestaltung des Schulumfelds und für den Schulweg gemacht. Vizebürgermeisterin Helga Krismer (Grünen): „Da sind tolle Ideen dabei, deren Umsetzung wir jetzt prüfen lassen.“

Das nächste Bürgerbeteiligungsprojekt steht kurz bevor. Auf Anregung zahlreicher Bürger findet die Eröffnung der Rosentage heuer im Rosarium statt, für viele das perfekte Umfeld dafür. „Nach dem Rosenfest wollen wir die Badener per Online-Abstimmung entscheiden lassen, welchen Ort sie künftig für die Eröffnung wünschen: das Rosarium bei der Orangerie oder das Areal um den Doblhoff-Teich wie in den vergangenen Jahren. Der Wunsch der Bevölkerung wird umgesetzt“, verspricht Stadtchef Szirucsek.

Umfrage beendet

  • Bürgerbudget-Umfrage: Gelungenes Projekt?