Biondekbühne Baden sicherte sich NÖ Kulturpreis 2017. Die Biondekbühne Baden hat in der Kategorie „Kultur verbindet Kultur“ den Kulturpreis gewonnen.

Von Sandra Sagmeister. Erstellt am 10. November 2017 (12:09)
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Preisverleihung: Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner überreicht an Gregor Ruttner (1.v.l.) den NÖ Kulturpreis.
NOEN, Erich Marschik

„Kultur verbindet Kulturen“ heißt die Kategorie des NÖ Kulturpreises, den die Biondekbühne „abgeräumt“ hat. Vorige Woche war die feierliche Preisverleihung im Festspielhaus in St. Pölten. Landeshauptfrau Mikl-Leitner überreichte persönlich den Anerkennungspreis für das kunstpädagogische Tun der größten österreichischen Jugendtheaterbühne. „Wir sind noch immer ziemlich geflasht“, freut sich Gregor Ruttner, Geschäftsführer der Erfolgs-Bühne für Neugierige.

In einem Interview erzählt Gregor Ruttner und die Weg zum Preis und was die Beweggründe der Biondekbühne waren und in Zukunft sein werden.

NÖN: Wie war die Feier, was war der schönste Moment als Gruppe?
Gregor Ruttner: Das Festspielhaus St. Pölten war das passende Ambiente für so eine schöne Feier. Nach der Verleihung freuten wir uns, wie viele Leute auf uns zukamen, um zu gratulieren.

Der Weg zu dem Preis, was war das ausschlaggebende dahin?
Kontinuierliche Steigung in unserer Arbeit. Es geht uns nicht darum, die meisten Projekte durchzuführen, sondern die besten. Ständige Evaluierung ist daher oberste Priorität in unserer Arbeit. Dabei legen wir besonderes Augenmerk auf das direkte Feedback der jugendlichen Teilnehmenden. Besonders freut es uns dann, wenn Mitglieder, die schon an mehreren Projekten teilnahmen, uns am Ende mitteilen, dass es noch einmal eine Steigerung zum vorherigen war. Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

"Es geht uns nicht darum, die meisten Projekte durchzuführen, sondern die besten"

Sehen Sie den Preis als Auftrag weiter zu tun, gibt es neue Ziele?
„Kultur verbindet Kulturen“ ist ein eindeutiger Auftrag zu einer noch weiteren Öffnung. Das oberste Ziel für uns muss es daher sein, jetzt nach den inhaltlichen Weichenstellungen auch die räumlichen zu schaffen: Die BiondekBühne braucht ein Haus, ein Gebäude, in dem unsere Vision eines Raum der kulturellen Begegnung zur Realität werden kann. Darauf arbeiten wir hin und freuen uns über jegliche Art der Unterstützung auf diesem Weg.

Wie wichtig ist es, dass sich eine heimische Kulturinitiative mit den Themen Migration und Grenzen auseinandersetzt?
Migration ist ein Thema, vor dem man die Augen nicht verschließen kann. Wir bei der BiondekBühne verstehen Kunst als universelle Sprache, die jeder Mensch verstehen und sprechen kann. Eine moderne Kulturinitiative muss dieses Thema verinnerlichen und die Chancen, die sie bieten kann, auch bieten. Völkerverständigung ist in unserer DNA.