Erstmals seit Jahrzehnten: Aus für Polizei-Sommerfest. Erstmals seit Jahrzehnten gibt es in diesem Jahr kein Polizeifest im Sommer. Ruhestand der Organisatoren ist Hauptgrund sowie intensive Vorbereitungsarbeiten.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 24. April 2018 (06:00)
Dusek
Aufnahme vom letzten Polizeifest im Juni 2017 – wie immer bestens besucht.

Das beliebte alljährliche Sommernachtsfest der Stadtpolizei Baden findet heuer nicht mehr statt. Das bestätigt der NÖN Kommandant Oberst Walter Santin. Als Grund führt er an, dass die bisherigen Organisatoren des Polizeifestes, Manfred Szumovski, Gerhard Lauermann und Gerhard Eichinger vom Unterstützungsverein im Ruhestand sind und sich kein Nachfolger gefunden habe.

Santin: „Die Vorbereitungsarbeiten sind so umfangreich und zeitintensiv, dass es uns nicht mehr möglich ist das Fest entsprechend vorzubereiten und abzuhalten.“ Der Aufwand hinter dem Fest sei so groß gewesen, dass die Protagonisten teilweise auch in der Dienstzeit dafür tätig waren. „Das geht nicht mehr – wir haben nicht mehr die Leute und die Kapazitäten.“ Das Sommernachtsfest war eine große Tanzveranstaltung, die das ganze Jahr über Zeit eingenommen habe – sei es beim Auftreiben der Sponsoren, dem Engagement der Musikgruppen und dem Abstimmen der Termine. „Das ist nicht mehr zu vereinbaren“, so Satin. „Vor allem die jüngeren Kollegen haben dafür nicht mehr die Muße.“

Polizeifest existierte seit den 1950er-Jahren

Das Polizeifest existierte seit den 1950er-Jahren, damals noch von der Kameradschaft der Exekutive veranstaltet. Dann sprang die Stadtpolizei Baden ein, unter der Federführung von Karl Kutalek. Und mit dem Wechsel kamen auch die Sponsoren aus dem Badener Bankwesen dazu. Im vorigen Jahr organisierte die Stadtpolizei das Fest zum 20. und letzten Mal. Bis auf zwei Mal im Pfaffstättner Lilienfelderhof fand das Fest im Doblhoffpark statt. Höhepunkt war immer das große Feuerwerk der Firma Buryan, das die Sponsoren ermöglichten. Die Lärmbeschwerden gingen in den Jahren laufend zurück.

Der Reinerlös wurde sozialen Zwecken zugeführt. Viel blieb zuletzt aber nicht mehr übrig. Santin blickt auf eine schöne Sommerfest-Zeit zurück. Vor allem der Kontakt zur Bevölkerung war verbindend. Der Aufwand sei aber nicht mehr zu rechtfertigen. „Es war jetzt Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen“, so der Stadtpolizeichef.

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