Evangelische Kirche: Sanierungsarbeiten schreiten voran. Badener Pfarrdelegation überzeugte sich bei „Turmbesteigung“ über das Baugerüst von der Kirchensanierung.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 30. Mai 2020 (05:10)

Die Sanierungsarbeiten im Inneren der Evangelischen Kirche wurden abgeschlossen, sodass seit 17. Mai wieder Gottesdienste gefeiert werden können. Derzeit ist die Straßenfassade samt dem Turm eingerüstet. „Der Zahn der Zeit hat seine Spuren hinterlassen, sodass umfangreiche Putzsanierungen durchgeführt werden mussten“, erläutert Baumeister Wolfgang Pristou.

„Derzeit wird der gesamte Außenanstrich unter Beibehaltung der Farbgebung erneuert, sodass die Fassade samt Turm bald wieder in altem Glanz erstrahlen wird“, informiert Pristou.

Der wiederentdeckte wunderschöne Kachelboden im Altarraum der Evangelischen Kirche.
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Am Freitag fand dazu eine gemeinsame „Turmbesteigung“ statt, bei der sich die Teilnehmer in die luftige Höhe von 20 Meter wagten. Vom Fortschritt der Arbeiten überzeugten sich Pfarrer Wieland Curdt, Kuratorin Martina Frühbeck, Pfarrsekretärin Brigitte Sprotte, begleitet und gesichert von Alexander Gareis (Baumeisterarbeiten) und Projektleiter Wolfgang Pristou. Ein Highlight der bisherigen Baumaßnahmen war die Wiederentdeckung des aus Kacheln bestehenden Altarbodens, der sich unter dem Teppich befand und in sorgfältiger Handarbeit freigelegt wurde. Weiters geplant ist die Errichtung eines barrierefreien Zugangs an der Ostseite der Kirche. Möglicherweise wird die Rampe zugunsten der Sanierung der Gesamtfassade zurückgestellt, da sich bei einer Begehung der Baustelle die Möglichkeit einer weiteren Förderung der Fassadensanierung durch das Bundesdenkmalamt ergab.

Insgesamt belaufen sich die Sanierungskosten auf rund 290.000 Euro. 40 Prozent werden zu gleichen Teilen von der Stadt Baden, dem Bundesdenkmalamt (BDA) und dem Land NÖ gefördert, den Rest wird durch Eigenmittel und Spenden finanziert. Zwischen Mai 2019 und März 2020 sind auf dem Spendenkonto der Pfarrgemeinde rund 30.000 Euro eingegangen. Auf dem Spendenkonto des BDA mit dem Code A217 sind bis Ende März 10.995 Euro eingegangen. Darunter auch 14 Patenschaften für Kirchenbänke. Spenden, die hier getätigt werden, sind steuerlich absetzbar. Insgesamt wurden bislang 25 Patenschaften übernommen.

Seit kurzem kann man mit einem Klick auf der Homepage spenden. „Wir hoffen, dass sich dieser ‚elektronische Klingelbeutel‘ gerade in Zeiten wie diesen, bewährt“, sagt Frühbeck. Die Pfarre sei weiter auf Spenden angewiesen. „Die Coronakrise hat unserem Gemeindeleben einen Schlag versetzt.“ Die finanziellen Einbußen durch den Covid19-Shutdown betragen 14.700 Euro. Benefizveranstaltungen und das Sommerfest mussten abgesagt werden.