Fotofestival hat Mond als Schwerpunkt. Festival La Gacilly-Baden Photo feiert 50 Jahre Mondlandung unter anderem mit 3D-Fotos von Brian May und Vortrag von Werner Gruber.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 19. Juli 2019 (03:05)
Thomas Pesquet / © ESA/NASA / Festival La Gacilly-Baden Photo
„Von meinem Raumschiff aus hatte ich den bestmöglichen Platz, um die Erde zu beobachten“, vermerkt Thomas Pesquet begeistert. Seine Eindrücke sind im Film „Space to Relax“ im Kino Baden zu erleben und im Kurpark.

Das Festival La Gacilly-Baden Photo, das größte Fotofestival Europas, macht wie berichtet zum zweiten Mal Station in Baden. Unter dem Motto „Hymne an die Erde“ zeigen die weltbesten Fotografinnen und Fotografen bis 30. September ihre faszinierenden Bilderwelten in einer riesigen Open-Air-Galerie. Zusätzlich wird ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm geboten, wobei der Juli dem Schwerpunkt „50 Jahre Mondlandung“ gewidmet ist.

Hintergrund ist die Tatsache, dass am 20. Juli 1969 Neil Armstrong und Buzz Aldrin im Zuge der Apollo 11 Mission der NASA als erste Erdbewohner den Mond betraten. Er ist nach wie vor der einzige Himmelskörper, den je ein Mensch betreten hat.

Den Beginn des Mond-Schwerpunktes machen am 19. Juli die Schweizer Künstler Andrea Buck und Fritz Franz Vogel, die Leonardo da Vinci (1452–1519) als Mann im Mond entdeckt haben wollen. Dessen 500. Todestag hat die beiden inspiriert, ihn angesichts seiner Überlegungen zum Mond, aber auch wegen seines universellen Interesses mit ihrem Satelliten auf dem Mond zu besuchen.

Am 20. und 21. Juli folgt dann eine Europapremiere

Zum Gedenken an die erste Mondlandung haben Queen-Leadgitarrist Brian May – er hat auch Astrophysik studiert – und Denis Pellerin die „flachen“ Bilder der Mondlandung in 3D-Fotografien verwandelt. Sie ermöglichen es 50 Jahre später, damit die Mondlandung in räumlicher Sichtweise zu erleben. Brian May selbst wird nicht nach Baden kommen. Seine Leidenschaft zur Stereofotografie entdeckte er noch vor seiner Liebe zur Gitarre, die ihn mit Queen weltberühmt machte. Später gründete er The London Stereoscopic Company, deren Kurator Denis Pellerin ist.

NOEN
Werner Gruber ist allen Verschwörungstheorien um den Mond gewachsen.Lammerhuber

Physiker und Ex-Science-Buster Werner Gruber referiert am 22. Juli zum Thema „Waren wir am Mond – oder doch nicht?“. Er wird erklären, warum bei der Mondlandung allen Verschwörungstheorien zum Trotz alles ist, wie es war. Als „Unstimmigkeiten“ werden oft angeführt …mehrere Schatten, die in unterschiedliche Richtungen zeigen – verursacht von Scheinwerfern auf der Erde? Die US-Flagge flattere, obwohl es auf dem Mond keinen Wind gibt. Und neben der Landefähre seien Fußspuren der Astronauten zu erkennen, die das Triebwerk bei der Landung eigentlich wegfegen hätten müssen…

Alle Veranstaltungen sind um 19 Uhr im Arnulf Rainer Museum bei freiem Eintritt.

In Kooperation mit dem „Kino Baden“ im Herzoghof lädt das Festival La Gacilly-Baden Photo zudem zum Besuch des Filmes „Space to Relax“ ein. Jeden Samstag und Sonntag im Juli und August zwischen 10 und 15 Uhr (Dauer des Films ist 30 Minuten). Als Thomas Pesquet, Astronaut der Europäischen Weltraumagentur ESA, in den sozialen Netzwerken von seinem Abenteuer berichtete, verzauberte er damit Millionen. Zwischen November 2016 und Juni 2017 verbrachte der 41-Jährige rund sechs Monate an Bord der Internationalen Raumstation ISS.