Gabriele Hasmann: „Ich schwöre, es wird lustig!“. Gabriele Hasmann ist eine fleißige Autorin und präsentiert im Herbst gleich zwei neue Bücher.

Von Sandra Sagmeister. Erstellt am 08. September 2019 (03:11)
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Gabriele Hasmann war den Sommer über fleißig.

Was macht eine Autorin im Sommer? Vermutlich nicht am Strand liegen und Bücher lesen: Die Badener Erfolgsautorin Gabriele Hasmann hat ihren Sommer sicherlich nicht nur in der Sonne verbracht, weil pünktlich im Herbst werden gleich zwei neue Bücher von ihr präsentiert.

Eines davon ist ihr erstes Kinderbuch mit Illustrationen von Rudi Schuppler. Titel des Buches (erschienen im Kral Verlag): „Die Welt der Habsburger für Kinder“. Hasmann beginnt ihre historische Erzählung mit Rudolf I. „ein Spaßvogel, mit dem alles begann“, sagt sie. Darin beschreibt sie die Welt der Habsburger kindgerecht und hat sich den ersten Habsburger Rudolf I. herausgepickt, der im 13. Jahrhundert im Alter von 60 Jahren die Regierung Österreichs übernahm. „Wenn Kinder gerne lesen, kann das Lernen dabei richtig viel Spaß machen“, weiß die Autorin. Leider sei die Wissensvermittlung in der Schule nicht immer so spannend, mit ihrem Buch steigt aber der Wissensdurst.

„Wenn Kinder gerne lesen, kann das Lernen dabei richtig viel Spaß machen“

„Obwohl der Lehrstoff immer abwechslungsreicher und der Unterricht laufend moderner wird. Der Aufmerksamkeitslevel bewegt sich vor allem in den unteren Klassen meist spiegelgleich zum Unterhaltungsfaktor und pendelt sich zwischen, geht so und muss ja sein“, meint Hasmann. Und wenn was nur „geht, so merken sich die Schüler den Stoff auch nur schwer.“

Deshalb Hasmann lesen: „Ich bin zwar keine Pädagogin, aber voller Begeisterung für unsere historische Vergangenheit und hoffentlich gut im mitreißenden Berichten darüber.“

Und Geschichte muss nicht langweilig sein, die Familiensaga der Habsburger hat nicht nur eine spannende Episode zu bieten. Hasmanns Geheimrezept, viel Geschichte prickelnd zu erzählen? „Es kommt immer darauf an, wie man was erzählt.“ Hasmann stöbert im historischen Hut und zaubert Geschichten hervor, wie beispielsweise, ob sich die Habsburger Kinder auch die Zähne putzen mussten und waren in einer Burg Haustiere erlaubt? Hasmann verspricht auch, „dass ich nur die interessantesten Habsburger herausgepickt habe. Ich schwöre, es wird lustig!“

Hasmann begibt sich auf geheime Pfade in Wien

Für ihr zweites Werk hat sie wieder mit der Fotografin Charlotte Schwarz zusammen gearbeitet, mit der sie schon „Mystisches Baden“ herausbrachte. Jetzt wandelt sie mit ihr auf „Geheimen Pfaden“ (erschienen im Falter Verlag) quer durch Wien. Hasmann erzählt Geschichten über diese geheimen Pfade, Durchhäuser und Innenhöfe in Wien, Schwarz hat sie fotografiert. Durchgänge „sind Bauwerke, die sich zwischen zwei parallel verlaufenden Straßen befinden und von beiden Seiten her betreten werden können“, erklärt Hasmann. In Wien sagt man zu den Durchhäusern auch Schleichweg oder Abschneider.

Entstanden sind die Durchhäuser laut Hasmann zu Beginn des 19. Jahrhunderts bei der Neuparzellierung der Stadt, entlang alter Fußwege durch ehemalige Gärten, wobei stets zwei parallele Straßenzüge verbunden wurden. Die Innenhöfe waren oft kleine städtische Oasen, wo geratscht und, geklatscht wurde, aber auch ein Hort, wo die Armut einer Stadt plötzlich sichtbar war.