Meszaros-Bartak für SPÖ – Junge gehen. Architekt kandidiert für Sozialdemokraten, Michael Grath, Roland Müller und Nedina Malinovic nicht mehr.

Von Stefan Jedlicka. Erstellt am 27. Oktober 2014 (09:28)
NOEN, privat
Marcus M. Meszaros-Bartak geht für die SPÖ Baden in den Gemeinderatswahlkampf.
NOEN, NÖN
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Ein Umbruch steht im Gemeinderatsteam der SPÖ Baden bevor. Denn zur Wahl am 25. Jänner werden drei Jung-Mandatare der Sozialdemokraten nicht mehr kandidieren: Michael Grath, Roland Müller und Nedina Malinovic (zum Rückzug letzterer siehe auch das NÖN-Interview ganz unten).

Bürgerlicher Architekt schließt sich SP an

Einen Coup konnte SP-Chef Markus Riedmayer dafür mit dem bekannten Badener Marcus Meszaros-Bartak landen. Der einer bürgerlichen Familie entstammende Architekt habe sich „aufgrund vieler politischer Fehlentscheidungen in der Stadt“ der SPÖ angeschlossen.

NOEN, privat
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„So kann es nicht weitergehen, es muss sich etwas ändern. Ich möchte für Baden dazu meinen Teil beitragen“, meint Meszaros-Bartak: „In Gesprächen mit meinen Freunden aus der Stadt, haben wir teilweise haarsträubende Probleme und Fehlentwicklungen festgestellt. Markus Riedmayer hat sich dieser Themen angenommen und gibt mir nun auch die Chance, diese für die Stadt gemeinsam mit seinem Team zu bearbeiten.“

Er könne sich mit der Vorgangsweise der derzeitigen Stadtregierung nicht identifizieren.

„Gelungen, gute Mischung zusammenzustellen“

Die letzten drei Mandate der SPÖ aufgrund des Wahlergebnisses vom 25. Jänner sollen an jene Kandidaten gehen, die die meisten Vorzugsstimmen erhalten. Für die vorderen Ränge gilt die Reihung der Kandidatenliste (siehe unten).

SP-Bürgermeisterkandidat Markus Riedmayer ist zufrieden: „Es ist uns gelungen, eine gute Mischung aus bewährten Kräften, die die Badener Politik kennen, und neuen Kräften zusammenzustellen.“ Zur im Parteistatut verankerten Quotenregelung meint er augenzwinkernd: „Die Männerquote von 40 Prozent konnten wir gerade noch erreichen, denn sechs der ersten zehn Kandidaten sind weiblich.“

Mit Serafina Demaku soll auch „junges Blut“ ins Rathaus einziehen: Die 18-Jährige hat auch den Vorsitz der Sozialistischen Jugend von Nedina Malinovic übernommen, ist Frauensprecherin der SPÖ-nahen „Aktion kritischer Schüler“ und war Schulsprecherin der HAK.


Die SP-Kandidaten:

Die Plätze 1 bis 10 der SPÖ-Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl am 25. Jänner 2015:

1. Stadtrat Markus Riedmayer
2. Stadträtin Heidi Steinmeyer
3. Gemeinderat Rudi Teuchmann
4. Gemeinderätin Maria Kraupa
5. Marcus Meszaros-Bartak
6. Gemeinderätin Silvia Dobner
7. Deniz Zorlu
8. Gemeinderat Josef Neuwirth
9. Serafina Demaku (SJ-Vorsitzende, Jugendkandidatin)
10. Gerlinde Brendinger

Die weiteren Kandidaten werden in der SPÖ-Generalversammlung am 27. November nominiert.

Nedina Malinovic im NÖN-Interview über ihren Rückzug: