Glücksspiel brachte kein Glück: Nach Gewinn bedroht. Glücksspiel-Treffer brachte kein Glück: Familie soll Nachbarn samt Kleinkind mit Tod bedroht haben, wenn sie Anteil nicht bekomme.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 06. Juni 2019 (15:46)
NOEN
Das gewonnene Geldgeschenk sorgte für Unruhe.

Mutter (49), Vater (49) und Sohn (28) gemeinsam vor Gericht: Den dreien wurde vorgeworfen, ihre Nachbarn und auch deren Kleinkind bedroht zu haben. Laut Staatsanwaltschaft soll die Mutter zur Nachbarin gesagt haben, sie soll schon mal eine Kerze für das Grab ihres Kindes kaufen. Auch der Nachbar wurde mit dem Tod bedroht. Vor Gericht leugneten die Angeklagten nur, dass sie das Kind bedroht hätten.

Die Vorgeschichte: Der 28-Jährige war mit den Nachbarn befreundet und Ende August wurde über den Account der jungen Mutter, 34, im Internet um Geld gespielt. „Mein Account war gesperrt und so habe ich gefragt, ob ich bei ihnen weiterspielen kann.“

Zuerst verlor der Mann, aber als er gemeinsam mit der Nachbarin spielte, gab es einen 6.300-Euro-Gewinn. Man einigte sich darauf, das Geld zu teilen, sobald es am Konto war. Der Nachbar (34): „Zwei Tage später rief sein Vater an und sagte, ich soll sofort das Geld hergeben. Die Mutter hat meine Freundin bedroht und mich gemeinsam mit ihrem Sohn am Parkplatz angebrüllt. Es gab viele Morddrohungen.“

"Die Mutter hat meine Freundin bedroht und mich gemeinsam mit ihrem Sohn am Parkplatz angebrüllt. Es gab viele Morddrohungen.“

Seine Lebensgefährtin bestätigte die Geschichte und erklärte, dass die Mutter sie dauernd über Facebook kontaktiert hätte. „Sie hat wissen wollen, wo wir sind und woher wir ein neues Auto haben und gedroht, dass sie das Auto kaputt machen. Der Sohn hat zu meinem Freund gesagt, wenn er nicht zahlt, macht er meine Nase kaputt.“

„Sie hat wissen wollen, wo wir sind und woher wir ein neues Auto haben und gedroht, dass sie das Auto kaputt machen"

Der Erstangeklagte: „Fünf Tage nach dem Gewinn kommt er mit einem neuen Auto an und behauptet, dass das Geld noch nicht gekommen ist. Wir haben gestritten und ich wollte entweder einen Beweis dafür oder das Geld. Wir haben sicher nicht gesagt, dass wir das Kind töten.“

Mittlerweile wurde der Gewinnanteil bezahlt und man wohnt auch nicht mehr nebeneinander. Der 28-Jährige wurde zu drei Monaten, seine Eltern zu zwei Monaten bedingt verurteilt. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.