Neues Gastrokonzept: Dohnal tischt zu Hause auf. Ex-Sauerhofdirektor veranstaltet private Dinner für bis zu 8 Gäste.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 07. September 2019 (03:19)
privat
Claudia Koch und Kurt Dohnal in ihrem Haus in Gumpoldskirchen, in dem sie Gäste zu „Wine & Dine bei Kurt & Claudia“ laden.

Der frühere langjährige Sauerhof-Direktor Kurt Dohnal (62) wohnt seit über einem Jahr wieder in Baden und möchte nun mit seiner neuen Partnerin Claudia Koch als Gastgeber seine Gäste kulinarisch verwöhnen.

Gemeinsam gründeten sie ihr Gastronomiekonzept „Diner Privé“. In einem neu gebauten Holzhaus in Gumpoldskirchen können bis zu acht Gäste exklusiv ein vier- bis achtgängiges Menü genießen, dazu empfehlen Dohnal und Koch korrespondierende Weine aus der Region – ein Metier, das der Gastgeberin sehr vertraut ist, arbeitete sie doch über 20 Jahre lang im Weingut „Freigut Thallern“. „Nun bin ich im Immobilienmanagement tätig und freue mich, meinen Partner mit meiner önologischen Expertise bei der Bewirtung unterstützen zu können“, erzählt Claudia Koch, die aus dem Weingut „Heinrichshof“ bei Worm stammt.

„Alle unsere Speisen haben eine Geschichte“

Das Konzept sieht einige Themen-Menüs vor, wie etwa „Das letzte Dinner auf der Titanic am 14. April 1912“, „Tafeln wie Kaiserin Sisi“ oder „Das Geheimnis der Aphrodite“. Die Gäste können sich aus diesen Menüvorschlägen ihre persönliche Speisenfolge zusammenstellen oder mitteilen, wie viele Gänge sie möchten und den Anlass (Hochzeitstag zum Beispiel) und Dohnal kreiert ein passendes Menü dazu. „Alle unsere Speisen haben eine Geschichte“, ist er stolz. Das letzte Menü auf der Titanic stammt aus einem Kochbuch mit Originalrezepten vom Luxusschiff und Zitaten von Überlebenden.

Dohnal ist begeisterter Sammler von Kochbüchern, über 100 hat er bereits. Schon mit 12 Jahren wollte er Koch auf einem Schiff werden – diese Vision verwirklichte er tatsächlich: Nach der Lehre in Wien lernte er auf der „Royal Viking“ die Welt kennen. Nach Baden zum Sauerhof kam er 1993 übrigens durch Kontakt mit Helmut Zilk, der den Eigentümer aus dem Oman gut kannte.