Häftling randalierte im Spital. Augenzeuge fürchtete um Sicherheit der Justizwachebeamten. Diese bekamen Situation in den Griff.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 13. Juli 2019 (04:15)
Ernst Weingartner
Als die Polizeibeamten im Landesklinikum eintrafen, hatte sich der Häftling bereits beruhigt.

Es war eine unangenehme Situation, die ein Spitalbesucher im Landesklinikum Baden in der Vorwoche miterlebte. Zwei Justizwachebeamte der Justizanstalt Hirtenberg brachten einen Häftling in das Krankenhaus, dieser war aufgeregt und begann zu toben, die Situation schien zu eskalieren. Die zwei Männer der Justizwache riefen daraufhin die Polizei um Hilfe.

Laut der Mediensprecherin der Justizanstalt Hirtenberg, Heidemarie Heinz, die auch für die Wirtschaftsleitung der Justizanstalt verantwortlich ist, hatten die Wachebeamten die Situation im Griff und reagierten völlig richtig. Sie betont: „Dass die Justizwachebeamten die Polizei um Hilfestellung gebeten haben, ist in so einer Situation vorgesehen. Das machen die Beamten, wenn sie der Meinung sind, die Situation könnte weiter eskalieren.“

Weiters führt Heinz aus: „Es können immer wieder Situationen auftreten, die gefährlich ausschauen. In diesem Fall hatte sich die Situation etwas aufgeschaukelt, als die Polizeibeamten im Spital eintrafen, hatte sich der Mann aber bereits wieder beruhigt.“

Keine Verletzten

Die Justizwachebeamten würden zahlreiche Schulungen durchlaufen, um im Fall des Falles richtig reagieren zu können. Es sei aber niemanden etwas passiert, auch Sachschaden sei keiner entstanden. Eine Zunahme an aggressivem Verhalten dem Justizwachepersonal gegenüber könne Heinz im Vergleich zu vergangenen Jahren nicht feststellen. Ob ein Häftling zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht wird, entscheide der Anstaltsarzt. Für manche Häftlinge sei ein Spitalsbesuch eine Ausnahmesituation, die sie leicht überfordere.

Badens Stadtpolizeikommandant Walter Santin bestätigt: „Wir sind nur zur Unterstützung gekommen. Als unsere Polizeibeamten im Spital eintrafen, war für sie nichts mehr zu tun.“ Auch er könne sich nicht daran erinnern, dass Fälle randalierender Häftlinge jetzt häufiger auftreten würden als noch vor wenigen Jahren.