Hofbauer sagt Feuerwerken den Kampf an. Stadträtin Heidi Hofbauer fordert Maßnahmen, dass künftig im Stadtgebiet von Baden keine Feuerwerke im herkömmlichen Sinn abgebrannt werden. Zuweisung in Ausschuss.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 09. Juli 2020 (05:13)
Heidi Hofbauer mit ihrem Hund Lotti. Sie will mit ihrer Initiative Umwelt und Tierschutz vereinen.
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Im Namen der Bürgerliste „wir badener“ und der Hundeplattform „Pfote mit Note“ brachte Stadträtin Heidi Hofbauer einen Dringlichkeitsantrag zum Thema „umweltfreundliches Feiern statt umweltbelastender Feuerwerke“ ein. Sie sprach sich dafür aus, dass die Stadt Baden künftig so wie Innsbruck und St. Pölten auf Feuerwerke verzichten solle.

„Durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern steigt die Schadstoff- und Feinstaubbelastung der Luft massiv an, vor allem zu Silvester. Haus- und Wildtiere reagieren auf das ungewohnte Lärm- und Blitzgewitter mit Stress und Angst“, begründete Hofbauer. Und diese Belastung könne vor allem für die Wildtiere lebensgefährlich sein. Baden solle daher „mit gutem Beispiel vorangehen“, meinte Hofbauer: „Statt Feuerwerken im herkömmlichen Sinn sollen lärmfreie Lichter/Laser-Shows als Attraktion angedacht werden.“ Das wäre angesichts der alljährlichen städtischen Veranstaltungen mit Feuerwerken „eine attraktive sowie tier- und umweltschonende Alternative“, behauptete sie.

Da die Verwendung pyrotechnischer Gegenstände der Kategorie F2 (Kleinfeuerwerke) im Ortsgebiet verboten sei, möge der Bürgermeister auch keine Ausnahmegenehmigungen mehr erteilen. Darüber hinaus soll an die Badener Bevölkerung appelliert werden, „an Silvester auf jegliches Feuerwerk zugunsten von Tier und Umwelt zu verzichten“, forderte Hofbauer.

Der Antrag wurde mit großer Mehrheit angenommen (einzig die NEOS stimmten dagegen) und auf die Tagesordnung gesetzt. „Das Thema betrifft alle“, erklärte dann ÖVP-Gemeinderat Rudi Gehrer. Nur glaube er nicht, dass die Gemeinde alleine tätig werden, sondern die Bevölkerung und auch die Privatwirtschaft mit ins Boot holen sollte. Er sei „kein Freund von Verboten“, ergänzte er. Somit stellte er den Antrag, das Thema in den Ausschuss für allgemeine Verwaltung zuzuweisen, um dort „in Ruhe zu diskutieren“. Der Antrag wurde mit einer Enthaltung (Vizebürgermeisterin Helga Krismer) angenommen.