Initiative für mehr Sauberkeit in den Weinbergen. Die Badener Weinberge sind weder Mülldeponien noch Freizeitparks. Winzer appellieren für mehr Rücksichtnahme im Naherholungsgebiet.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 01. August 2020 (05:10)
„Auf unseren Feldern und in den Weingärten wächst unser Essen und unser Trinken“, machen Franz Schwabl und Christian Ceidl aufmerksam.
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Die Badener Weinberge sind ein beliebtes Naherholungsziel. Gepflegt wird die einzigartige Kulturlandschaft seit Jahrhunderten von den Winzern. Sie erinnern an einige Regeln, die leicht zu befolgen sind. Weinbaustadtrat Franz Schwabl (VP) und Bezirksbauern-Kammerrat Christian Ceidl haben erneut eine Initiative gestartet.

Mit Tafeln sollen Spaziergänger, Wanderer und Radfahrer für mehr Sauberkeit und Rücksichtnahme sensibilisiert werden. „Wir möchten verstärkt darauf hinweisen, dass unsere Weinberge weder Mülldeponien noch Freizeitparks sind. Daher: Bitte keinen Müll in der Landschaft hinterlassen und nicht quer durch die Weinzeilen gehen oder fahren“, appelliert Ceidl. Und Schwabl verweist auf das Miteinander: „Nicht nur für uns, sondern auch für die Bevölkerung ist es unverständlich, dass Weinblätter einfach von den Stöcken gerissen oder Getränkedosen und Plastiksackerl achtlos weggeworfen werden.“ Er kündigt auch an, dass künftig mehr Abfallbehälter entlang der Hauptwege aufgestellt werden. „Dazu habe ich im Rathaus schon Gespräche geführt, wir wollen auch als Stadt den Erholungssuchenden entgegenkommen“, betont Schwabl.