Jugendarbeit: „Da sein, bevor was passiert“. Der Verein „menschen.leben“ betreibt seit 10 Jahren die Initiative Jugendarbeit. Am Samstag, 10. Juni (ab 10 Uhr), wird mit einem Generationenfest im Kurpark gefeiert.

Von Sandra Sagmeister. Erstellt am 01. Juni 2017 (05:00)
Sagmeister
Klaus Neumann (Geschäftsführer „menschen.leben“), Bürgermeister Sziruszek und Mario David (Einrichtungsleiter Jugendarbeit).

„Es werden nicht die letzten zehn Jahre sein, das Kind ist gewachsen und fast schon ein Jugendlicher“, sagt Bürgermeister Stefan Sziruszek bei der Pressekonferenz, anlässlich 10 Jahre mobile Jugendarbeit in Baden, die vom Verein „menschen.leben“ betrieben wird.

Der Verein wurde 2006 bundesweit gegründet und setzt soziale Dienstleistungen um. 2007 gründete Mario David das Betreuungsmodell „Jugendarbeit“ im Rahmen des Vereins und in zehn Jahren hat sich das Betreuungsmodell für Jugendliche zu einer fest verankerten Institution entwickelt. Schwerpunktmäßig wird Jugendarbeit im öffentlichen Raum (u.a. in Parks, Spiel- und Skaterplätzen) betrieben.

Präventive Arbeit ist primäres Ziel

Jugendarbeit wird auch als aufsuchende Arbeit oder Streetwork bezeichnet. „Unser primäres Ziel ist die präventive Arbeit, da zu sein, bevor Probleme auftauchen und wenn Probleme da sind, bieten wir in Einzelfall-Settings Hilfe an“, erklärt David.

Er und sein Team unterstützen vorwiegend 12 bis 23-Jährigen in den Bereichen Schule, Arbeit, Suchtprobleme, Familie oder Freundeskreis. „Wir sind mit allem konfrontiert, was man sich nur vorstellen kann, wir sind auch eine Art Plattform, die gegebenenfalls weiter vermittelt an andere Stellen, wie das Anton-Proksch-Institut in Suchtfällen oder zu Notschlafstellen in Fällen von drohender Obdachlosigkeit.“