Baden

Erstellt am 17. Januar 2017, 05:00

von Stefan Jedlicka

Kein Eislaufen am Teich im Doblhoffpark. Frostige Temperaturen ließen den Teich in der Vorwoche zufrieren. Die Eisschicht ist aber nicht dick genug, Stadt kann Haftung daher nicht übernehmen.

Eine Eisdecke haben die tiefen Temperaturen in der vergangenen Woche dem Doblhoffteich verpasst. Eislaufen wird die Stadtgemeinde darauf aber trotzdem nicht erlauben.  |  NÖN

Temperaturen von unter minus zehn Grad verpassten dem Teich im Doblhoffpark in der Vorwoche – so wie anderen Gewässern im Stadtgebiet auch – eine dicke Eisschicht. Prompt tauchte in den sozialen Medien die Forderung auf, den Doblhoffteich zum provisorischen Eislaufplatz zu machen.

Eine Idee, die ÖVP-Klubobmann Rudolf Gehrer schon im vergangenen Jahr im Gespräch mit der NÖN geäußert hatte. Er ließ sich die Rahmenbedingungen daher auch von Experten erklären – und muss abwinken. „Das wäre natürlich sehr romantisch. Ich würde mir wünschen, am Teich wieder wie früher einmal Eislaufen zu können, es ist aber leider nicht möglich“, sagt Gehrer.

Kosten für künstliche Vereisung zu hoch

„Die Eisschicht ist trotz der tiefen Temperaturen nicht dick genug, weil der Teich einen Zu- und einen Abfluss hat und das Wasser daher immer ein bisschen in Bewegung ist. Die Stadt könnte die Haftung nicht übernehmen, die Gefahr ist zu groß, dass jemand einbricht.“ Auch eine künstliche Vereisung des Teichs komme nicht infrage, stellt Gehrer klar. „Technisch wäre das zwar möglich. Damit würde das Eis dick genug, um sicher darauf laufen zu können. Die Kosten wären aber viel zu hoch. Ich habe mir das erklären lassen.“

Dass die winterliche Nutzung des Teichs einst gang und gäbe war, wird sogar auf der Homepage des städtischen Tourismusreferates beschrieben: „Im Winter wurde der zugefrorene Teich – bis vor einigen Jahren – als Eislaufplatz genutzt. Auch das Eisstockschießen war ein beliebter Sport“, heißt es dort.