Brücke bleibt gesperrt

Erstellt am 03. August 2015 | 08:44
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Foto: NOEN, NÖN
Sanierungsbedarf bei Franz-Josef-Brücke über die Schwechat deutlich größer als angenommen. Stahltragwerk aus 1898 massiv beschädigt. 300.000 Euro Kosten.
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Unerfreuliche Überraschung für Bürgermeister Kurt Staska (VP). Die bereits begonnene Sanierung der „Löwenbrücke“ genannten Franz-Josef-Brücke beim Josefsplatz wird deutlich teurer als angenommen.

Im Zuge der Arbeiten stellte sich heraus, dass zahlreiche Stahlträger des Bauwerks aus dem Jahr 1898 völlig verrostet sind.

„Die 300.000 Euro sind gut investiert“

Das Projekt wird rund 300.000 Euro kosten. Dennoch drängt der Stadtchef darauf, die Brücke spätestens bis Schulbeginn wieder für den Verkehr freizugeben.

„Das Ansehen der Stadt hängt von einer intakten Infrastruktur ab. Somit handelt es sich bei der Sanierung um ein Prestigeprojekt“, meint Vizebürgermeisterin Helga Krismer (Grüne) in Anspielung auf Kritik der Opposition an den Budgetschwerpunkten der Stadtregierung.

Polier Anton Rattensberger wies auf die massiven Schäden am Stahlfachwerk hin. „Die 300.000 Euro sind gut investiert für die nächsten Jahrzehnte, auch wenn wir uns jetzt alle bis September ärgern, dass die Brücke gesperrt sein muss“, meint die Vorsitzende des Ausschusses für Stadtbilanz, Martina Weißenböck (Grüne).

Letzte Instandsetzungsarbeiten 1992

Auch die Erzherzog-Rainer-Brücke beim ehemaligen Olympia Kino (Baujahr 1965) müsse saniert werden. „Wir sollten in einigen Jahren alle drei wichtigen Brücken saniert haben.“

Die „Löwenbrücke“ war im Zuge der Vöslauer Straße früher als Landesstraße im Zuständigkeitsbereich der NÖ Landesregierung. 1992 wurden letztmalig Instandsetzungsarbeiten durchgeführt. Dann wurde die Brücke an die Stadt übergeben.

Die Trudo Exner Brücke bei der Badner-Bahn Remise in der Waltersdorferstraße wurde bereits im Jahr 2011 saniert.

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