Wirbel um Trauer-Beflaggung für Begräbnis von Queen Elizabeth II

Erstellt am 22. September 2022 | 05:57
Lesezeit: 2 Min
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Die Fahnen am Rathaus wehten am Montag ganz normal.
Foto: Fussi
Helga Krismer teilt Standpunkt mit und stößt dabei auf Kritik der Bürgerliste.
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Die angeordnete Trauer-Beflaggung vom Bundeskanzler auf öffentlichen Gebäuden für Queen Elizabeths Beerdigung am Montag hat vorigen Donnerstag Wellen bis Baden geschlagen.

„Eine Trauerbeflaggung müsste dann für jedes Staatsoberhaupt erfolgen“

„Aufgrund diverser Anfragen“ teilte Vizebürgermeisterin Helga Krismer (Grüne) auf Facebook mit, dass das „offizielle“ Baden „in Stille trauern“ werde und die Beflaggung nicht ändern werde. „Eine Trauerbeflaggung müsste dann für jedes Staatsoberhaupt erfolgen“, meint Krismer. Und sie ergänzte: „Persönlich war der Brexit ein Tag für mich, wo Trauerbeflaggung angebracht gewesen wäre.“

„Denn was am oder im Rathaus passiert, bestimmt immer noch der Bürgermeister“

Stadtrat Jowi Trenner von der Bürgerliste „Wir Badener“ zeigte sich daraufhin verwundert, dass sich in der Causa die Vizebürgermeisterin zu Wort meldet. „Denn was am oder im Rathaus passiert, bestimmt immer noch der Bürgermeister“, betont Trenner. Für ihn wäre eine öffentliche Trauerbekundung der Stadt Baden für die längst dienende Monarchin der Welt „garantiert kein Fehler“.

Stadtchef Stefan Szirucsek (ÖVP) stellt klar, dass sich das „offizielle“ Baden gar nicht zum Thema stellen müsste, da die Beflaggung in diesem Fall auf halbmast nur auf Freiwilligkeit beruhe. Es gebe genaue Richtlinien, wann am Rathaus Trauerbeflaggung vorgesehen sei. Er sehe keine Notwendigkeit, nun eine Ausnahme zu machen.

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