Martinek-Kaserne: Chancen für Nachnutzung. Neue Studie gibt Gemeinden Sooß und Baden Orientierungshilfe. Gesamtkonzept soll „Impulse für die gesamte Region“ auslösen.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 25. Dezember 2019 (03:42)
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Plan für Nutzungsmöglichkeiten für das Teilareal auf Sooßer Gebiet mit Schwerpunkt Wohnraumentwicklung.
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Seit Jahren wird über eine sinnvolle Nachnutzung der ehemaligen Martinek-Kaserne diskutiert, insbesondere in den Gemeinden Baden und Sooß, auf deren Gebiet das betroffene Areal liegt. Ideen gab es bisher viele, sowohl seitens der Politik als auch möglicher Investoren. Ein zukunftsträchtiges Gesamtkonzept fand bis dato aber noch nicht den Weg an die Öffentlichkeit. Unklar waren nach wie vor auch die Pläne des Bundes als Liegenschaftseigentümer.

Hannes Stiastny begrüßt die Ansätze in der Studie.
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Jetzt gibt eine neue Vorentwicklungsstudie zumindest Orientierungshilfe für eine künftige Nutzung, heißt es in einer aktuellen Information an die Presse, die am Freitag veröffentlicht wurde. In einer Untersuchung des Militärischen Immobilien-Management-Zentrums wurden demnach etwaige Nutzungsmöglichkeiten für das Teilareal auf Sooßer Gebiet mit Schwerpunkt Wohnraumentwicklung dargestellt. Diese Ideen fanden auch den Zuspruch der Sooßer ÖVP-Bürgermeisterin Helene Schwarz und liegen im dortigen Gemeindeamt auf.

„Auch für den Teil, der auf Badener Stadtgebiet liegt, kann man die Überlegungen mit einbeziehen“, erläutert Hannes Stiastny, der Sicherheitssprecher der Bezirks-ÖVP Baden. Er begrüßt daher auch die in der Studie festgehaltenen Ansätze für eine vernünftige moderne Nachnutzung.

Das Militärische Immobilienmanagementzentrum erarbeitet zurzeit die Lage „Badener Hausverstand“, eine Vorentwicklungsstudie über Baden, welche zeitnah vorgestellt werden soll. Als Basis wird der Allparteienbeschluss des Gemeinderates der Stadt Baden von 2014 herangezogen.

„Auch für den Teil, der auf Badener Stadtgebiet liegt, kann man die Überlegungen mit einbeziehen“

Sinnvoll sei laut Stiastny jedenfalls ein Gesamtkonzept, „das Impulse für die beiden betroffenen Gemeinden, aber auch für die gesamte Region auslösen“ solle. Von einer zukunftsträchtigen Nachnutzung des ehemaligen Kasernenareals könne auch die regionale Wirtschaft profitieren, ist Stiastny überzeugt. „Es gibt in dieser Frage sicher Ansprechpartner auf Bundesebene, die bei der Entwicklung des Martinek-Areals unterstützen können. Nutzen wir also alle Chancen, etwa die Vorschläge der erwähnten Studie“, betont er.

Der Verkauf der Liegenschaft ist in einem Jahr vorgesehen.