Martinek-Kaserne: Gespräche statt Verkauf. Ministerium denkt (vorerst) nicht an Verkauf. Zukünftige Verwertung soll mit Stadtgemeinde erörtert werden.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 29. Juni 2017 (02:00)
NÖN
Das Areal der Martinek-Kaserne Baden gilt als das letzte große Entwicklungsgebiet Badens.

Weiterhin keine Lösung ist für das brachliegende 40.000 m große Areal der ehemaligen Martinek-Kaserne in Sicht. Bis vor kurzem stand die Liegenschaft des Österreichischen Bundesheeres noch um 33,1 Millionen Euro zum Verkauf – allerdings ohne Erfolg.

"Überlegungen der zukünftigen Verwertung"

Nun steht die Kaserne offiziell nicht mehr zum Verkauf an. Ministeriumssprecher Michael Bauer bestätigt einen entsprechenden Zeitungsbericht. Zum aktuellen Stand beim Projekt Martinek-Kaserne sagt er gegenüber der NÖN: „Es gibt Überlegungen der zukünftigen Verwertung; diese werden gemeinsam mit der Stadtgemeinde Baden geführt. Ein Ergebnis soll bis Ende 2017 vorliegen.“ Die aktuell dort durchgeführten militärischen Übungen stünden damit in keinem Zusammenhang, so Bauer.

"Wollen beste, nicht schnellste Lösung"

Die Meldung des Verteidigungsministeriums freut Badens VP-Bürgermeister Stefan Szirucsek, der zuletzt im März mit Minister Doszkozil über die Kaserne gesprochen hat. Er warte nun auf die offizielle Einladung zu neuen Gesprächen. Szirucsek verweis auf den Masterplan, der die Flächennutzung definiert. Das Areal habe Potenzial, ein umfassendes Smart-City-Konzept mit Angeboten in den Bereichen Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Erholung umzusetzen. Die Widmungshoheit liege bei der Stadt. „Wir wollen die beste, nicht die schnellste Lösung.“

Hannes Stiastny, Sicherheitsbeauftragter der ÖVP des Bezirkes Baden zeigt sich erfreut, dass seine „langjährige Forderungen über den Nichtverkauf der Liegenschaft Martinek-Kaserne und eine weiterführende militärische Nutzung endlich umgesetzt werden“ können.