Neue Aufgussordnung: Proteste in der Römertherme. Neue Aufgussordnung empört langjährige Saunagäste. Unterschriftenliste gestartet. Einige Thermenbesucher klagen außerdem über Staubentwicklung bei Bauarbeiten.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 04. September 2018 (04:12)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7359169_bad36af_roemertherme_mitarbeiter.jpg
Die Thermenmitarbeiter sind nun für die Aufgüsse zuständig und haben dazu die Ausbildung als Saunameister absolviert: Birgit Masilko, Michael Knotek, Bela Zoltan Skarlat, Bernd Gritschacher (Trainer), Arman Movsesian (Leitung Bademeister), Michael Fenness, Jan Kawula, Ioan-Petru Marcus.
privat

Trotz Ende der Revision in der Römertherme Baden sind nach der Betriebssperre noch im Ruhebecken und im Kinderbecken Arbeiten im Gange, da sie generalsaniert werden. Es bestand bereist Gefahr für Verletzungen. Die Becken sind vo´raussichtlich bis Mitte Oktober gesperrt, um für die Hochsaison gerüstet zu sein. Die Bautätigkeiten sorgen aber für Kritik, da es trotz Trennwand stark staube. Etliche Gäste beschwerten sich, auch Saisonkartenbesitzer, die ja voll bezahlt haben für die inkludierten Leistungen.

Seitens der Römertherme verweist Geschäftsführerin Doris Walter, dass die Sperre nur einen kleinen Teil betreffe und vorab kommuniziert wurde. Wegen der Sperre des Vitalbeckens würden Jahreskartenbesitzer zusätzlich zwei Wochen Verlängerung erhalten. Für alle anderen Gäste gelten minus 20 Prozent Ermäßigung auf alle Thermen-Tarife.

Beschwerden von vielen Seiten

Beschwerden kommen aber auch von Saunagästen. Denn seit der Wiederinbetriebnahme gelten neue Regeln. So dürfen Gäste keine Aufgüsse mehr machen, was bei den Stammgästen für Entrüstung sorgt. Eine Unterschriftenaktion dagegen wurde gestartet, die am Dienstag übergeben werden soll.

Thermenchefin Walter erklärt die Umstellung damit, dass es zuletzt Beschwerden von Gästen gab, die mit den privaten Aufgüssen nicht zufrieden waren. Walter: „Wir haben uns entschlossen – wie in allen anderen Thermen in Österreich üblich – zur Qualitätsverbesserung der Aufgüsse neue Themenaufgüsse durchzuführen. Dazu wurden unsere Mitarbeiter speziell ausgebildet.“ Wenn zudem bei einem privat durchgeführten Aufguss jemand zu Schaden komme, sei die Geschäftsführung haftbar.

"Leider ist es für Stammgäste anscheinend schwierig, mit Änderungen umzugehen"

Walter: „Wir haben seit der Änderung der Aufgussordnung auch schon viele positive Rückmeldungen bekommen. Leider ist es für Stammgäste anscheinend schwierig, mit Änderungen umzugehen. Diese sind aber notwendig, um in Zukunft neue Gäste anzusprechen.“

Unterschrifteninitiator Josef Mötz stellt das Sicherheitsargument der Thermenleiterin in Abrede. Er habe sich im Ministerium erkundigt und erfahren, das es kein Bundesgesetz gebe, das Aufgüsse von Gästen verbiete. Er wolle nun mit der Geschäftsführung reden und einen Kompromiss aushandeln.

 

Umfrage beendet

  • Sollen Gäste in Sauna Aufgüsse machen dürfen?