Neue Initiative: Liste fordert Eislaufplatz

Gemeinderat Peter Koczan von der Bürgerliste schlägt Installierung eines „Pop Up“-Eislaufplatzes vor. Bürgermeister nennt allerdings Kosten als Hauptgrund dagegen.

Erstellt am 08. Januar 2019 | 04:04
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Peter Koczan
Peter Koczan empfindet es als „traurigen Zustand“, dass die Bezirkshauptstadt Baden keinen Eislaufplatz hat und schlägt einen „Pop Up“-Eislaufplatz vor.
Foto: zVg

Seit 2013 hat Baden keinen eigenen Eislaufplatz mehr. Daran änderte damals auch eine private Unterschriftenaktion mit 4.400 Unterstützern nichts. Immer wieder kommen seitdem seitens der Opposition Vorstöße für eine Reaktivierung, zuletzt brachte die Bürgerliste „wir badener“ (wb) einen Dringlichkeitsantrag ein.

wb-Gemeinderat Peter Koczan fordert: „In Baden muss es – gemäß dem Wunsch vieler Badener Bürger und Steuerzahler – wieder einen modernen, gut geführten Eislaufplatz geben!“ Koczan schlug vor, dass sich der Gemeinderatsausschuss mit der Einrichtung eines sogenannten „Pop Up“-Eislaufplatzes inklusive möglicher Standorte in Baden befassen und ein Umsetzungskonzept ausarbeiten solle. „Ein solcher Eislaufplatz ist aus Echteis und eine saisonale Einrichtung. Vorbilder gibt es viele“, meint Koczan und nennt als Beispiel die „Grazer Winterwelt“ im Zentrum von Graz, die sehr gut angenommen werde.

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Der Dringlichkeitsantrag wurde von ÖVP, Grünen und NEOS abgelehnt, alle anderen Fraktionen und Mandatare stimmten zu. VP-Bürgermeister Stefan Szirucsek meint auf Nachfrage, dass es sich um einen aufgewärmte Forderung der Bürgerliste handle, einen „wiederholten Aufguss“, und erklärt, dass der Hauptgrund dagegen die Kosten seien – etwa für den Aufbau des temporären Platzes, dessen Eispflege und das Personal. Am früheren Eislaufplatzareal in der Fabriksgasse sei weiterhin der geplante Technologie-Campus im Laufen, zuletzt gab es dort eine Wasserrechtsverhandlung.

Möglichkeiten für einen neuen Standort gäbe es laut Initiator Peter Koczan hingegen viele, sein Traum wäre auf dem Badener Trabrennplatz. Er werde sich mit seiner Fraktion auch 2019 weiterhin für dieses Projekt einsetzen.

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