Neues Parkdeck: „40er“ beim Bahnhof. Neues Parkdeck Tempolimit an Kreuzung mit Prinz Solms Straße. Photovoltaikanlage kann gesamtes Deck mit Strom versorgen.

Von Stefan Jedlicka. Erstellt am 20. September 2016 (05:48)
NOEN, Pohl
Stadtbaudirektor Michael Madreiter, Bürgermeister Kurt Staska und Roman Riesner, Abteilung Bauangelegenheiten Stadtgemeinde (v.l.).

Mehrere Unfälle an der Kreuzung der Dammgasse mit der Prinz Solms Straße beim neuen Pardeck am Bahnhof hatten seit einiger Zeit für Kopfzerbrechen gesorgt. Nun wurde der Bereich gemeinsam mit dem zuständigen Verkehrssachverständigen vom Amt der NÖ Landesregierung umgestaltet.

Weil die Prinz Solms Straße stadteinwärts außerdem stark von Schulkindern frequentiert wird, hat Bürgermeister Kurt Staska (VP) in der Dammgasse vor dem ÖBB-Parkdeck von der Waltersdorfer Straße bis zur Prinz Solms Straße ein 30 km/h Tempolimit gefordert. Genehmigt wurde schließlich eine 40 km/h Zone, die auch schon in Kraft getreten ist.

Auf dem Parkdeck sorgt indes eine neue Photovoltaikanlage für Stromversorgung. Die Sonne strahlt jährlich mehr als 2.000 Stunden auf Baden. Diese Strahlungsenergie klimafreundlich nutzen will die Stadtgemeinde mit der Anlage, die in Kooperation mit der ÖBB Infrastruktur AG als Errichter des Parkdecksumgesetzt hat.

Photovoltaikanlagen errichtet

Die Module mit 20 Kilowatt Leistung können bei Sonnenschein den gesamten Strombedarf des Parkdecks abdecken. „Damit werden jährlich über 20.000 Kilowatt-Stunden grüner Strom erzeugt“, freut sich Vizebürgermeisterin Helga Krismer (Grüne). Bürgermeister Staska ist stolz: „Es freut uns, dass mit der ÖBB ein weiterer Partner in der Stadt gewonnen werden konnte, mit dem Maßnahmen zum Klimaschutz ernsthaft angepackt werden. Baden zeigt mit diesem Projekt wieder einmal seine Vorreiterrolle im Energiebereich. Unser Bahnhof ist nach dem Hauptbahnhof Wien der erste mit einer Sonnenstromkooperation zwischen einer Gemeinde und der ÖBB.“

Die Stadt Baden ist seit 2011 dem europäischen Gemeindeprogramm e5 beigetreten und eine von 99 Klima- und Energiemodellregionen Österreichs. Seither wurde Baden zweimal einem externen Energie-Audit unterzogen, weshalb man eine Sonderförderung für Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden erhielt.

In den letzten Jahren wurden auf 20 öffentlichen Gebäuden in Baden Photovoltaikanlagen errichtet. Sie produzieren insgesamt mehr als 270.000 Kilowattstunden Strom. Das entspricht dem Bedarf von 80 Einfamilienhäusern.