Martin Hallbauer: „Der Abschied fiel schwer“

Badens neuer Vize-Bezirkshauptmann Martin Hallbauer über seinen Wechsel von Neunkirchen, seine neue Chefin und ob er künftig einmal selbst eine Dienststelle leiten will.

Erstellt am 25. Januar 2019 | 05:42
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Martin Hallbauer ist seit 8. Jänner stellvertretender Bezirkshauptmann in Baden. Er ist verheiratet und Vater einer achtjährigen Tochter und eines knapp zweijährigen Sohnes und lebt im Bezirk Wiener Neustadt-Land. Er ist 42 Jahre alt. Hallbauers Vater Karl war einst 16 Jahre lang Bezirkshauptmann in Neunkirchen.
Foto: Philipp Grabner

NÖN: Herr Bezirkshauptfrau-Stellvertreter, Sie hatten diese Funktion in Neunkirchen bereits inne und üben sie nun in Baden aus. Haben Sie diese Veränderung selbst angestrebt oder ergibt sich so etwas?

Martin Hallbauer: Es war schon eine Veränderung, die ich angestrebt habe, denn wenn man karrieremäßig weiterkommen möchte, muss man mal zwei Mal Stellvertreter an einer BH gewesen sein. Und dass es dann Baden geworden ist, darüber freue ich mich sehr.

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Warum?

Weil ich hier schon sehr lange tätig war, 2005 bis 2015. Und weil es eine gewisse Nähe zu meinem Wohnort gibt, was ja auch bei Karriereschritten wie diesem nicht immer selbstverständlich ist.

Sind Ihre Aufgaben ähnlich wie in Neunkirchen?

Meine Aufgaben sind jetzt andere. Ich habe in Neunkirchen den Bereich Wirtschaft und Umwelt geleitet, hier in Baden sind es die Bereiche Land- und Forstwirtschaft sowie die Allgemeine Verwaltung. Darüber freue ich mich aber sehr, weil das sehr spannende Themenfelder sind. Auch das Thema Wahlen ist da dabei, ein besonders wichtiges. Aber das ist sicher auch ein Lernprozess.

Gibt es zur Landwirtschaft eine Affinität?

Naja, da gehört ja auch der Weinbau dazu – und der Vater hat Weingärten, sogar im Bezirk Baden. Also ich weiß, was diese Arbeit bedeutet.

Wie hat die Familie Ihren Wechsel nach Baden aufgenommen?

Sehr freudig. Meine Frau hat sich gefreut, meine achtjährige Tochter auch, die schön langsam auch versteht, was ich eigentlich den ganzen Tag so mache. Und der Vater (Karl Hallbauer, einstiger Bezirkshauptmann-Stellvertreter in Baden und später Bezirkshauptmann in Neunkirchen, Anm. d. Red.) hat sich natürlich auch sehr gefreut. Meinem zweijährigen Sohn habe ich das noch nicht ganz beibringen können, dafür ist er noch zu jung. (lacht)

Ist der Abschied aus Neunkirchen schwer gefallen?

Ich bin ehrlich: Ja. Ich bin dort mit einem lachenden und weinenden Auge weggegangen. Auf der Dienststelle in Neunkirchen herrscht eine sehr angenehme Atmosphäre, sie ist personell ein wenig kleiner, insofern kennt man sich auch untereinander ganz gut. Und natürlich gibt es einen Unterschied zwischen den beiden Bezirken – Neunkirchen ist eher ländlich geprägt, mit einigen wenigen Städten, und Baden ist mehr schon Wiener Umland. Ich habe die Zeit in Neunkirchen schon sehr genossen.

Die Zusammenarbeit mit Ihrer Chefin Grabner-Fritz war gut?

Ich kannte sie ja schon aus meiner Zeit in Baden – denn einst saß ja sie an diesem Schreibtisch als Stellvertreterin. Zwischen uns hat die Chemie gestimmt, auch in diesen Fällen, in denen ich sie vertreten durfte, etwa bei den schweren Unwettern im Bezirk Neunkirchen. Da war auch das Vertrauen da und wir haben sehr gut harmoniert.

Kannten Sie Ihre neue Chefin Verena Sonnleitner bereits?

Ich kannte sie von diversen Veranstaltungen. Wir haben ein sehr gutes Arbeitsverhältnis und verstehen uns sehr gut.

Wie sind die ersten Tage an der BH Baden verlaufen?

Nachdem es bei mir so ist, dass ich manche Leute hier kenne und manche nicht, habe ich die ersten Tage damit verbracht, die Leute aus meinen neuen Bereichen kennenzulernen. Und es gab natürlich ein paar organisatorische Dinge zu regeln.

Ist das Ihr Zwischenschritt zum Bezirkshauptmann?

Die zweite Station ist eine sehr wichtige. Und der nächstmögliche Schritt wäre dann, eine Dienststelle zu leiten.

Ist das auch ein Ziel von Ihnen?

Ja, schon.