Rainer Museum zeigt "Revue" zum 90er des Künstlers. Das Arnulf Rainer Museum in Baden zeigt zum 90er des Künstlers und zum eigenen zehnjährigen Bestehen ab 6. November die Ausstellung "Revue". Kurator ist Helmut Friedel, Kenner des Hauses und langjähriger Direktor der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München. Die Schau will "durch die Auswahl von Werkgruppen die Fülle des Oeuvres von Arnulf Rainer wieder aufleben lassen".

Von APA, Redaktion. Erstellt am 16. Oktober 2019 (10:48)
Wolfgang Thaler
Den Tag mit „After Work“ im Arnulf Rainer Museum und „Chill-Out“ im Casino ausklingen lassen – das kann man jeden Mittwoch um 18 Uhr in Baden. Info unter 02252/209196, office@arnulf-rainer-museum.at und www.arnulf-rainer-museum.at.

Anhand von 90 Werken aus acht Jahrzehnten soll "Revue" laut einer Aussendung einen umfassenden Einblick in das malerische Schaffen des Künstlers bieten. Alle Leihgaben kommen direkt aus dem Atelier Rainers.

In der Ausstellung werden die surrealistischen Zeichnungen der späten 1940er-Jahre, die frühen Zentral- und Vertikalgestaltungen und die monochromen Übermalungen der 1950er-Jahre, die großen Zyklen der "Face Farces" und "Body Poses", der Verrenkungen, der "Frauensprache" und der "Kunst über Kunst" sowie die gestischen Hand- und Fingermalereien ab den 1960er-Jahren, die Übermalungen naturwissenschaftlicher und anatomischer Studien ab Mitte der 1980er, die kontemplativen Kosmos-, "Geologica"- und Schleierbilder ab den 1990er-Jahren sowie Arnulf Rainers Spätwerk ab 2000 bis aktuell zu sehen sein. "Das Werk Rainers, des Übermalers, das von vielen Kunstfreunden gern auf wenige herausragende Merkmale reduziert wird, ist in Wirklichkeit schier unerschöpflich hinsichtlich seines Reichtums an Themen und Motiven wie auch in der Unterschiedlichkeit der eingesetzten Techniken", betonte Kurator Friedel.

Der gebürtige Badener Arnulf Rainer wird am 8. Dezember 90. Das Museum im ehemaligen Frauenbad in der Kurstadt wurde Ende September 2009 eröffnet. "Aller Anfang ist schwer" lautete der Titel der ersten Ausstellung. Zu sehen waren Werke Rainers aus der frühen Schaffensphase von 1949 bis 1961.

"Man wundert sich selber, dass man jetzt da steht", sagte der Künstler bei der Eröffnung des Museums. Zufrieden war er zudem mit der behutsam erfolgten Adaptierung des klassizistischen Frauenbades: "Das ist mir recht so, dass das kein Neubau ist."