Rekordjahr für das Rote Kreuz. So viel Arbeit gab es noch nie: Über 32.000 Mal wurden Badens Retter 2018 zu Einsätzen und Krankentransporten alarmiert.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 31. Januar 2019 (05:34)
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Bezirksstellenleiter Gernot Grünwald und sein Team an den Dienststellen Alland, Baden, und Oberwaltersdorf freuen sich auf 2019.
RK Baden

Über 32.000 Mal wurde im Vorjahr das Rote Kreuz Baden mit den Dienststellen Alland, Baden, und Oberwaltersdorf zu Einsätzen und Krankentransporten alarmiert – so oft wie noch nie zuvor. Und auch sonst war es ein Jahr der Rekorde.

Auch die Nachfrage an Gesundheits- und Sozialen Diensten nimmt zu. 2018 wurden fast 10.000 Klienten in Bereichen wie Seniorenbetreuung, Team Österreich Tafel und Sozial.laden, Krisenintervention und vielem mehr betreut. Bezirksstellenleiter Gernot Grünwald: „Ich bin stolz auf mein Team und die Leistungen und bin mir sicher, dass wir auch dieses Jahr, in dem wieder einige Herausforderungen wie die Eröffnung des ‚Hauses der Menschlichkeit‘ auf uns warten, gemeinsam bewältigen werden.“

Wir können an diesem zusätzlichen Standort noch mehr an Betreuung und Hilfe bieten.“

Manfred Lang über das „Haus der Menschlichkeit“

Ohne das Zutun der Bevölkerung wäre Vieles aber nicht möglich. Daher möchte sich Grünwald „bei den 888 Lebensrettern, die im Vorjahr Blut gespendet haben, bedanken.“

„Die steigenden Einsatzzahlen zeigen, dass sich die Menschen immer weniger davor scheuen, uns im Notfall über Notruf 144 zu alarmieren. Auch bei den Krankentransporten zeigt die steigende Anzahl, dass sich die Patienten beim Roten Kreuz gut aufgehoben fühlen“, erklärt Thomas Englisch, Verantwortlicher für den Rettungsdienst beim Roten Kreuz Baden.

Menschen nicht nur bei medizinischen Notfällen, sondern auch allgemein in schwierigen Lebenssituationen zu helfen, zählt zu den Aufgaben des Roten Kreuzes. Das Angebot der Dienstleistungen kann dank des steigenden Engagements ehrenamtlicher Mitarbeiter immer weiter ausgebaut werden. „So konnte im Vorjahr die Sozialbegleitung etabliert werden und der Sozialladen feierte seinen ersten Geburtstag“, erklärt Ulf Schillig, Leiter der Gesundheits- und Sozialen Dienste.

Auch der Ansturm zu den zehn Rotkreuz-Flohmärkten im Vorjahr war enorm. Insgesamt wurden über 5.000 Kunden gezählt. „Der Erlös wird in den Ausbau der sozialen Dienstleistungen beim Roten Kreuz investiert und kommt so direkt von Armut Betroffenen zugute“, weiß Rotkreuz-Chef Grünwald. Der Henry Laden, benannt nach Henry Dunant – dem Gründer des Roten Kreuzes – in der Wassergasse ist aufgrund seines Angebotes an Raritäten und Schnäppchen weit über die Stadtgrenzen Badens hinaus bekannt. Hier wurden im Vorjahr über 4.000 ehrenamtliche Stunden geleistet. Und der verantwortliche Fachbereichsleiter Manfred Lang freut sich auf die Zukunft: „Mit der Eröffnung des neuen Zentrums für Gesundheits- und soziale Dienste dem in der Wiener Straße 68 wird ab Juni für unseren Flohmarkt mehr Platz sein und wir können an diesem zusätzlichen Standort noch mehr an Betreuung und Hilfe bieten“.

Das Rote Kreuz setzt außerdem auf die interne Ausbildung für die Mitarbeiter, aber auch auf Kurse für die Bevölkerung. So findet am 22. und 23. März erstmals der Workshop „gesund.leben“ statt, über Möglichkeiten zur Verbesserung des Lebensstils. Dazu gibt es am 14. Februar um 18 Uhr an der Dienststelle Baden, Rotes Kreuz Gasse 6“ einen kostenlosen Infoabend abgehalten.