Rücksichtsloser Falschparker behindert Feuerwehreinsatz. Florianis wegen Sturmschaden an Wohnhaus zu Hilfe gerufen. Mercedes im Halteverbot blockierte die Zufahrt.

Von Stefan Jedlicka. Erstellt am 24. Januar 2017 (06:03)
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Dicker Mercedes im Halteverbot direkt vor dem entsprechenden Verkehrszeichen. Rücksichtsloser Autofahrer behinderte einen Feuerwehreinsatz in der Spiegelgasse.
NOEN

Wegen eines Sturmschadens an einem Wohn- und Gasthaus an der Ecke Spiegelgasse/Antonsgasse war die Freiwillige Feuerwehr Baden-Stadt zu Hilfe gerufen worden. Am Dach hatte sich eine Eternit-Dachschindel gelöst. Die Hausbesitzer versuchten zuvor, in den Freitag-Nachmittagsstunden einen Dachdecker zu organisieren. Es konnte aber vor dem Wochenende niemand mehr erreicht werden. Da Schneefall und stärkerer Wind für das Wochenende vorhergesagt worden waren, suchte man bei der Feuerwehr um Hilfe.

Stadtpolizei suchte Fahrzeugbesitzer

„Grundsätzlich wäre es eigentlich ein schneller Einsatz gewesen“, berichtet Feuerwehr-Sprecher Stefan Schneider: „Wäre da nicht ein Fahrzeuglenker genau auf dem vorgesehenen Aufstellungsplatz für die Drehleiter im Halteverbot gestanden. So musste auch die Stadtpolizei zusätzlich angefordert werden.“

Einsatz wegen loser Dachziegel beim Gasthaus „Zum Reichsapfel“ an der Ecke Spiegelgasse/Antonsgasse.
NOEN, Freiwillige Feuerwehr Baden-Stadt

Die Feuerwehrleute erkannten im Zuge der weiteren Lageerkundung, dass sich auch am Dach des Nachbargebäudes einige Dachziegel gelöst hatten und bei einem neuerlichen Sturm auf den darunterliegenden Gehsteig und auf parkende Fahrzeuge abzustürzen drohten. Daher entschied der Einsatzleiter, an diesem Gebäude mit den Sicherungsarbeiten zu beginnen, bis der Besitzer des im Halteverbot stehenden PKW von der Polizei erreicht werden konnte.

Dieser traf dann nach rund 20 Minuten endlich ein und so konnte der eigentliche Einsatz erledigt werden. „In diesem Fall konnte man ausnahmsweise die Zeit abwarten“, so Schneider. „Würde aber ein Brand ausbrechen und ein Rettungsgerät hätte wegen dem Falschparker nicht zeitgerecht in Stellung gebracht werden können, wären dadurch auch Menschenleben in Gefahr gewesen.“ Und er fügt hinzu: „Es ist sicherlich nicht leicht für die Fahrzeuglenker, vor allem in der Innenstadt einen Parkplatz zu finden, nur sollten sich diejenigen beim nächsten Mal vielleicht auch darüber Gedanken machen.“