Sanierung der Helenkirche kann endlich starten. Das geschichtsträchtige Gotteshaus in der Helenenstraße kann dank großzügiger Spenden renoviert werden. Weitere Unterstützer werden aber noch gesucht.

Von Stefan Jedlicka. Erstellt am 26. Januar 2017 (06:02)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Die „Aktivisten für St. Helena“ vor der Kirche in der Helenenstraße: Peter
NOEN, Senekovic, Otto Wolkerstorfer, Barbara Felsinger, Pfarrer Monsignore

Der Verputz bröckelt, das Dach muss ausgebessert werden und auch im Inneren ist so einiges zu tun. Die Helenenkirche am Anfang des Helenentales wartet dringend auf eine Sanierung. Und das schon seit Jahren. Doch bisher fehlte das Geld. (Die NÖN berichtete) Durch die Großzügigkeit eines Badeners sollen die Arbeiten nun beginnen können.

Darum bemüht sich der Verein „Freunde von St. Helena“. Im Jahr 2013 von engagierten Badenern gegründet, hat man seine 123 Mitglieder motiviert, erhebliche Geldmittel für dieses Projekt aufzubringen. „Um die Jahreswende hat ein Vereinsmitglied 50.000 Euro gespendet“, ist Obfrau Barbara Felsinger dankbar. Somit könne man insgesamt rund 70.000 Euro zur Renovierung beitragen. Benötigt werden allerdings 300.000 Euro, wie Vereinsmitglied Walter Reiffenstuhl berichtet.

Statischer Zustand der Orgel-Empore bereitet Sorgen

„Die Kirche ist allen Badenern ein Begriff. Wie viele Sonntagsmessen, Hochzeiten und Taufen wurden dort gefeiert?“ begründet er sein Engagement im Verein. „Der Zahn der Zeit nagt allerdings ganz deutlich am denkmalgeschützten Gotteshaus.“ So mache etwa auch der statische Zustand der Orgel-Empore Sorgen. Dem zuständigen Pfarrer von Baden-St. Christoph, Monsignore Norbert Kiraly, waren in der Vergangenheit wegen der beschränkten finanziellen Mittel der Pfarre die Hände gebunden.

Aufgrund der neuen Möglichkeiten freut er sich, in seinem 50. Jahr als Priester dieses ambitionierte Projekt in Angriff nehmen zu können. „Wenn auch Diözese, Stadt Baden und Land NÖ einen finanziellen Beitrag leisten“, ergänzt Kiraly. Bürgermeister Stefan Szirucsek (ÖVP) versichert: „Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Renovierung der Helenenkirche auch seitens der Stadt finanziell unterstützt wird.“

Da bereits im Vorfeld Kostenvoranschläge eingeholt wurden, könnten die Arbeiten mit Einbindung des Bundesdenkmalamtes sehr bald beginnen. Barbara Felsinger: „Unser Ziel ist, zum Kirchenjubiläum – 500 Jahre erstmalige urkundliche Erwähnung von ,sand Helen unter dem Rauhenstein‘ – im Jahr 2018 fertig zu sein. Der Helenentag am 18.8.2018 soll ein Festtag werden“. Wer dazu beitragen möchte, kann dies durch Spenden tun: „Freunde von St. Helena“, Sparkasse Baden, AT32 2020 5010 0001 5089.