Stadtgrund in der Innenstadt: „Brauchen grüne Lunge“

Erstellt am 24. Jänner 2023 | 05:56
Lesezeit: 2 Min
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Blick auf die Freifläche der Stadt mitten im Zentrum im Frühjahr. Für das Gebiet gilt eine Bausperre.
Foto: Fussi/Archiv
Krismer verteidigt Freifläche der Stadt ohne Zugang als Zeichen für umsichtige Boden- und Klimapolitik.
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Die Debatte vor ein paar Jahren zum gemeindeeigenen Grundstück zwischen Antons-und Annagasse, zu dem die Stadt keinen Zugang hat, hat mit dem Abriss eines Hauses in der Annagasse eine neue Dynamik bekommen. Kritiker werfen der Stadtgemeinde vor, sich nicht darum zu kümmern, einen Zugang zu ihrem 1.800 m² großen Areal zu bekommen, um es zu verwerten.

2017 wurde genau diese Debatte in der Stadtregierung geführt. Ich bin froh, dass es einhellige Meinung war und ist, dass die Innenstadt Badens eine grüne Lunge braucht.“
Helga Krismer

„Im Städtebau heißt die Devise verdichten, wobei das Mikroklima die Grenze vorgibt“, erläutert Vizebürgermeisterin Helga Krismer (Grüne) zur Wohnbau-Diskussion in der Annagasse. Zum Gemeindegrund sagt sie: „2017 wurde genau diese Debatte in der Stadtregierung geführt. Ich bin froh, dass es einhellige Meinung war und ist, dass die Innenstadt Badens eine grüne Lunge braucht. Und die leisten wir für diesen Teil Badens mit einem Eigengrundstück und mit angrenzenden Freiflächen.“ Damit sei ein Raum für die Aufnahme von Niederschlagswässer und eine Klimaanlage im Sommer geschaffen. „Wer sich intensiv mit Stadtplanung und innerstädtischem Klima beschäftigt, kommt zum Schluss, dass Grünräume notwendig sind. Daher wurde die Widmung Freifläche als Instrument im Bebauungsplan umgesetzt, damit Bodenversiegelung nicht willkürlich passieren kann“, betont Krismer. „Schnelles Geld von einem Immo-Spekulanten ist verlorene Lebensqualität in der Innenstadt“, ergänzt sie.

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